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<title>Presseinformationen</title>
<link>https://www.akhwien.at/default.aspx?pid=99</link>
<language>de-de</language>
<copyright>Copyright (C) akhwien.at</copyright>
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<title>Pflege-Projekte neuerlich ausgezeichnet</title>
<link>https://www.akhwien.at/default.aspx?pid=99&amp;mid=18300&amp;rid=10149&amp;from=rss</link>
<description>Der j&amp;auml;hrliche &amp;bdquo;ANP Award Austria&amp;ldquo; pr&amp;auml;miert herausragende Projekte im Bereich des Advanced Nursing Practice. Heuer wurde das Universit&amp;auml;tsklinikum AKH Wien bereits zum dritten Mal in Folge geehrt &amp;ndash; und das f&amp;uuml;r gleich zwei Projekte. Mit ihrem Projekt &amp;bdquo;Telenurse in der Onkologie&amp;ldquo; erreichten Martina Spalt und Patrik Heindl den zweiten Platz beim ANP-Award 2026 (siehe Foto oben). Dieses Projekt evaluierte die Betreuung von Patientinnen mit metastasiertem Brustkrebs. Ziel war es, durch proaktive telefonische Beratungen das Symptommanagement zu optimieren und den subjektiven Distress der Betroffenen zu senken. Hierf&amp;uuml;r wurde ein spezielles, auf dem UKONS (United Kingdom Oncology Society)-Standard basierendes Triage-Tool an die lokalen Gegebenheiten angepasst und zur systematischen Symptomerfassung eingesetzt. Insgesamt nahmen 93 Patientinnen &amp;uuml;ber einen Zeitraum von einem Jahr an der Studie teil. Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere Fatigue, Beeintr&amp;auml;chtigungen des Allgemeinzustands und Neurotoxizit&amp;auml;t die h&amp;auml;ufigsten Belastungen darstellten. Und sie zeigen eine Diskrepanz zwischen objektiver Symptomgraduierung und subjektivem Empfinden. Das Pilotprojekt macht deutlich, dass die Implementierung von Advanced Practice Nurses (APN) entscheidend ist, um die Qualit&amp;auml;t der onkologischen Versorgung nachhaltig zu sichern. Durch ihre vertiefte klinische Expertise sind APN in der Lage, komplexe Symptomcluster nicht nur zu erfassen, sondern auch hochspezialisierte, evidenzbasierte Interventionen direkt im Beratungsprozess zu steuern. Dieser Ansatz stellt sicher, dass die L&amp;uuml;cke zwischen hochwirksamen Therapien und dem individuellen Selbstmanagement im h&amp;auml;uslichen Umfeld fachgerecht geschlossen wird.Sonder-Innovationspreis geht ebenfalls ans AKH Wien Der heurige ANP-Innovationspreis ging an David Blocher mit dem Projekt &amp;bdquo;The missing link: Family Nurse Practitioner auf der P&amp;auml;diatrischen Intensivstation (PICU)&amp;ldquo; (siehe Foto unten). Ein Aufenthalt eines Kindes auf einer Intensivstation ist f&amp;uuml;r Familien eine hochbelastende Ausnahmesituation. Angeh&amp;ouml;rige von kritisch erkrankten Kindern erleben durch die Krankheitssituation eine erhebliche Belastung. Aus diesem Grund wurde auf der Kinderintensivstation (PICU) der Universit&amp;auml;tsklinik f&amp;uuml;r Kinder- und Jugendheilkunde das Projekt &amp;bdquo;Family Health Nurse&amp;ldquo; (FHN) gestartet. Die Family Health Nurse wurde dort im Dezember 2025 implementiert, und ist erg&amp;auml;nzend zum bereits vorhandenen Kommunikations- und Informationsangebot als innovativer Bestandteil familienzentrierter Pflege zu verstehen. Sie kommuniziert mit den Familien, um psychosoziale Bed&amp;uuml;rfnisse fr&amp;uuml;hzeitig wahrzunehmen und die betroffenen Familienmitglieder ad&amp;auml;quat zu unterst&amp;uuml;tzen. Dar&amp;uuml;ber hinaus hilft sie, den Informationsfluss zwischen der Familie und dem betreuenden Team, aber auch innerhalb des betreuenden Teams (z.B. zwischen den verschiedenen Berufsgruppen), zu koordinieren. Das Projekt ist auf 12 Monate angesetzt und wird wissenschaftlich begleitet. So k&amp;ouml;nnen die Auswirkungen der FHN-T&amp;auml;tigkeiten auf die Familien und das Team erfasst und kontinuierlich evaluiert werden.</description>
<pubDate>Mon, 15 Jun 2026 19:48:00 GMT</pubDate>
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<title>Groß angelegte Katastrophenübung im AKH Wien</title>
<link>https://www.akhwien.at/default.aspx?pid=99&amp;mid=18300&amp;rid=10143&amp;from=rss</link>
<description>Am 9. Juni 2026 fand die bisher größte Katastrophenübung mit unfallchirurgischem Schwerpunkt im Universitätsklinikum AKH Wien statt. Um möglichst realitätsnah trainieren zu können, wurden - so wie im Ernstfall vorgesehen - die Eingänge des AKH Wien am Vormittag gesperrt und ein eigener Triage-Punkt für (echte) Patient*innen im Bereich der Notfallaufnahme eingerichtet. 

Massenanfall von Verletzten
Übungsannahme war eine Explosion in einer nahe gelegenen Veranstaltungshalle, die auch zu einem Deckeneinsturz führte. Daraus resultierten insgesamt 270 verletzte Personen, wovon mehr als die Hälfte das Krankenhaus eigenständig aufsuchte. Die restlichen Personen wurden von einer Rettungsorganisation ins AKH Wien gebracht. 

Teil der Übung war unter anderem das Einschleusen von Simulationspuppen in den OP-Bereich, das Ausliefern von (unechten) Blutkonserven und das Belegen von Betten in sämtlichen Stationen des AKH Wien. 18 Personen waren lebensgefährlich verletzt und mussten intensivmedizinisch betreut werden. 31 Angehörige wurden in einem eigenen Raum außerhalb der betroffenen Kliniken von Psycholog*innen betreut. 

Involvierte Abteilungen und Einsatzorganisationen
Von Seiten des AKH Wien waren vorrangig die Bereiche Unfallchirurgie, Notfallmedizin, Anästhesie, Orthopädie, Allgemeinchirurgie und Radiologie aktiver Teil der Übung. Aber auch andere Abteilungen, wie Kinder- und Jugendheilkunde, Kinderchirurgie, Augenheilkunde, Klinische Psychologie, Transfusionsmedizin, Bettenmanagement, Transportservice und Sicherheit waren eingebunden. Außerdem beteiligt waren das Rote Kreuz, die Polizei Wien und die Feuerwache AKH. 

Ziel der Übung
Das angenommene Ereignis wurde gezielt sehr herausfordernd festgelegt und ein schwer bewältigbares Aufkommen an Patient*innen gewählt. Die Erkenntnisse aus der Großübung werden nun ausführlich besprochen und analysiert, um festzustellen, wo Verbesserungspotenziale bestehen und wo Adaptierungen im Ablauf notwendig sind, um für den Ernstfall bestmöglich vorbereitet zu sein. Für eine realitätsnahe Übung wurde bewusst auf die vorherige Information der Bevölkerung verzichtet. Die Versorgung der Patient*innen war in Zusammenarbeit mit den anderen Kliniken des Wiener Gesundheitsverbundes zu jeder Zeit gewährleistet.</description>
<pubDate>Tue, 09 Jun 2026 16:15:00 GMT</pubDate>
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<title>Neue Präzisionsoperation bei Prostatakrebs: MedUni Wien und AKH Wien setzen auf Funktionserhalt</title>
<link>https://www.akhwien.at/default.aspx?pid=99&amp;mid=18300&amp;rid=10137&amp;from=rss</link>
<description>Ein neuer chirurgischer Ansatz bei Prostatakrebs stellt an der MedUni Wien und am AKH Wien nicht mehr automatisch die Entfernung der Prostata in den Mittelpunkt, sondern die pr&amp;auml;zise robotische Behandlung des Tumors bei bestm&amp;ouml;glichem Erhalt von Lebensqualit&amp;auml;t, Kontinenz und Sexualfunktion.&amp;nbsp; An der Universit&amp;auml;tsklinik f&amp;uuml;r Urologie von MedUni Wien und AKH Wien wird im Rahmen einer Studie bei ausgew&amp;auml;hlten Patienten mit Prostatakrebs eine neue robotisch unterst&amp;uuml;tzte Operationsstrategie eingesetzt: Dabei wird nicht mehr die gesamte Prostata entfernt, vielmehr wird der Tumor gezielt behandelt. Im Mittelpunkt stehen damit nicht nur die Tumorkontrolle und onkologische Sicherheit, sondern auch jene Ergebnisse, die f&amp;uuml;r Patienten nach der Operation besonders wichtig sind: Kontinenz, sexuelle Funktion und Lebensqualit&amp;auml;t.&amp;nbsp; M&amp;ouml;glich wurde dieser Ansatz durch mehrere Fortschritte der vergangenen Jahre: Prostatakrebs wird heute h&amp;auml;ufiger fr&amp;uuml;her erkannt. Moderne anatomische und funktionelle Bildgebung erlaubt eine wesentlich pr&amp;auml;zisere Darstellung von Lage und Ausdehnung des Tumors. Eine verbesserte molekulare und klinische Risikostratifizierung hilft zudem, jene Patienten zu identifizieren, bei denen ein funktionserhaltendes Vorgehen onkologisch sinnvoll und sicher vertretbar ist. Was fr&amp;uuml;her technisch und konzeptionell kaum m&amp;ouml;glich war, kann heute bei sorgf&amp;auml;ltig ausgew&amp;auml;hlten Patienten gepr&amp;uuml;ft und umgesetzt werden.&amp;nbsp; &amp;bdquo;Wir erleben hier einen echten Wandel in der Prostatakrebschirurgie. &amp;Uuml;ber Jahrzehnte hinweg war die radikale Entfernung der gesamten Prostata der Standard. Mit der neuen Pr&amp;auml;zisionsoperation k&amp;ouml;nnen wir bei sorgf&amp;auml;ltig ausgew&amp;auml;hlten Patienten einen anderen Weg gehen: Wir behandeln den Tumor mit einem Sicherheitsrand und versuchen gleichzeitig, m&amp;ouml;glichst viel gesundes Gewebe und m&amp;ouml;glichst viele Funktionen zu erhalten. Das ist patientenzentrierte Krebschirurgie&amp;ldquo;, sagt Shahrokh F. Shariat, Leiter der Universit&amp;auml;tsklinik f&amp;uuml;r Urologie sowie des Comprehensive Cancer Centers von MedUni Wien und AKH Wien.Entwicklung wie bei Brustkrebs Die neue pr&amp;auml;zise, prostataerhaltende Operation bei Prostatakrebs folgt einem Paradigmenwechsel, der bereits aus der Brustkrebstherapie bekannt ist: weg von maximaler Radikalit&amp;auml;t hin zu gezielten, funktionserhaltenden Eingriffen. Vergleichbar ist dies mit der Entwicklung von der vollst&amp;auml;ndigen Brustentfernung (radikale Mastektomie) zur sogenannten Lumpektomie, bei der nur der Tumor mit einem Sicherheitsrand entfernt wird und die Brust erhalten bleibt. &amp;bdquo;Bei Brustkrebs hat sich die Behandlung von der radikalen Mastektomie &amp;uuml;ber die Mastektomie hin zur Lumpektomie entwickelt. Genau das tun wir jetzt mit der Prostata&amp;ldquo;, erkl&amp;auml;rt Shahrokh Shariat.Erstes Zentrum au&amp;szlig;erhalb der USA Die der Methode zugrunde liegende Technik wurde in New York entwickelt. Die Universit&amp;auml;tsklinik f&amp;uuml;r Urologie von MedUni Wien und AKH Wien ist das erste Zentrum weltweit au&amp;szlig;erhalb der USA, das dieses Verfahren umsetzt. Zur Unterst&amp;uuml;tzung bei der Implementierung dieses Ansatzes besucht ein spezialisiertes Team aus New York unter der Leitung von Mani Menon die Universit&amp;auml;tsklinik f&amp;uuml;r Urologie in Wien. Gemeinsam wird die Einf&amp;uuml;hrung der Methode wissenschaftlich evaluiert. &amp;bdquo;Dieses Verfahren steht f&amp;uuml;r eine neue chirurgische Pr&amp;auml;zision. Entscheidend sind die sehr sorgf&amp;auml;ltige Auswahl geeigneter Patienten, die exakte pr&amp;auml;operative Bildgebung und die technisch hochpr&amp;auml;zise robotisch unterst&amp;uuml;tzte Umsetzung im Operationssaal&amp;ldquo;, sagt Mesut Remzi, stellvertretender Leiter der Universit&amp;auml;tsklinik f&amp;uuml;r Urologie von MedUni Wien und AKH Wien.&amp;nbsp; Die neue Methode wird an der Universit&amp;auml;tsklinik f&amp;uuml;r Urologie von einem spezialisierten Team um Shahrokh F. Shariat, Mesut Remzi, Christian Seitz und Nicolas H&amp;uuml;bner weiterentwickelt und angewendet.&amp;Uuml;ber die Universit&amp;auml;tsklinik f&amp;uuml;r Urologie Die Universit&amp;auml;tsklinik f&amp;uuml;r Urologie von MedUni Wien und AKH Wien z&amp;auml;hlt zu den f&amp;uuml;hrenden uro-onkologischen Zentren Europas. Gemeinsam mit dem Comprehensive Cancer Center Vienna verfolgt sie das Ziel, innovative Forschung, moderne Diagnostik und hochspezialisierte Therapie eng miteinander zu verbinden, um Patient*innen Zugang zu fortschrittlichen und bestm&amp;ouml;glichen Behandlungsstrategien zu erm&amp;ouml;glichen.</description>
<pubDate>Tue, 02 Jun 2026 16:37:00 GMT</pubDate>
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<title>Höchste Qualitätsstandards in der Transfusionsmedizin</title>
<link>https://www.akhwien.at/default.aspx?pid=99&amp;mid=18300&amp;rid=10129&amp;from=rss</link>
<description>Der Bereich Diagnostische Immunh&amp;auml;matologie und Transplantationsimmunologie der Universit&amp;auml;tsklinik f&amp;uuml;r Transfusionsmedizin und Zelltherapie von AKH Wien und MedUni Wien hat einen bedeutenden Qualit&amp;auml;tserfolg erzielt: Die Akkreditierung Austria des Bundesministeriums f&amp;uuml;r Wirtschaft, Energie und Tourismus hat die Universit&amp;auml;tsklinik offiziell nach der internationalen Norm EN ISO 15189:2022 akkreditiert. Diese Norm gilt als einer der wichtigsten Qualit&amp;auml;tsstandards f&amp;uuml;r medizinische Labore weltweit. Sie best&amp;auml;tigt, dass Untersuchungen nach streng kontrollierten, standardisierten und wissenschaftlich gepr&amp;uuml;ften Verfahren durchgef&amp;uuml;hrt werden &amp;ndash; mit dem Ziel, Patient*innen jederzeit verl&amp;auml;ssliche und nachvollziehbare Ergebnisse zu bieten. F&amp;uuml;r Patient*innen und Zuweiser*innen bedeutet die Akkreditierung vor allem: Vertrauen in eine gleichbleibend hohe Qualit&amp;auml;t der Diagnostik. Die EN ISO 15189:2022 bewertet neben der technischen Genauigkeit von Laboranalysen auch die Qualifikation der Mitarbeiter*innen, die Qualit&amp;auml;t der Abl&amp;auml;ufe sowie die Sicherheit und Nachvollziehbarkeit s&amp;auml;mtlicher Prozesse im Laboralltag. Damit wird sichergestellt, dass Ergebnisse international vergleichbar und nach h&amp;ouml;chsten Qualit&amp;auml;tsstandards erstellt werden. Der Bereich Diagnostische Immunh&amp;auml;matologie und Transplantationsimmunologie der Universit&amp;auml;tsklinik f&amp;uuml;r Transfusionsmedizin und Zelltherapie ist nach dem Klinischen Institut f&amp;uuml;r Labormedizin der zweite Bereich des Universit&amp;auml;tsklinikums AKH Wien, der die anspruchsvolle Akkreditierung erreicht hat. Die Klinik sorgt daf&amp;uuml;r, dass Patient*innen sichere Bluttransfusionen erhalten, unterst&amp;uuml;tzt Organ- und Stammzelltransplantationen und entwickelt moderne Zelltherapien f&amp;uuml;r schwere Erkrankungen. Sie verbindet dabei hochspezialisierte Labormedizin mit direkter Patient*innenversorgung. Im Zuge der Akkreditierung wurde das Qualit&amp;auml;tsmanagementsystem nachhaltig weiterentwickelt und gest&amp;auml;rkt. Ein besonderer Erfolg f&amp;uuml;r die Klinik ist die Akkreditierung von insgesamt 44 Verfahren in vier Laboren. Begleitet wurde der gesamte Prozess von einem engagierten interdisziplin&amp;auml;ren Team aus den Bereichen Qualit&amp;auml;tsmanagement, Laborleiter*innen, Biomedizinische Analytik und Klinikleitung, dessen Einsatz und hohe fachliche Expertise f&amp;uuml;r den erfolgreichen Abschluss des Akkreditierungsverfahrens entscheidend waren. F&amp;uuml;r das Universit&amp;auml;tsklinikum AKH Wien stellt die Akkreditierung einen objektiven Nachweis der vorhandenen Kompetenzen dar und ist bei der Umsetzung der europ&amp;auml;ischen IVDR Verordnung, die die Sicherheit und Qualit&amp;auml;t von In-vitro-Diagnostika regelt, wesentlich sein.</description>
<pubDate>Wed, 20 May 2026 13:15:00 GMT</pubDate>
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<title>Versorgung von Kinderherzpatient:innen von AKH Wien und MedUni Wien ist europäische Spitze</title>
<link>https://www.akhwien.at/default.aspx?pid=99&amp;mid=18300&amp;rid=10110&amp;from=rss</link>
<description>Mit Georg Hansmann als neuem Abteilungsleiter und Professor für Pädiatrische Kardiologie entwickeln das Universitätsklinikum AKH Wien und die Medizinische Universität Wien das Kinderherzzentrum als integralen Teil des Comprehensive Center for Cardiovascular Medicine strategisch weiter. Ebenfalls neu im Kinderherzzentrum (Pediatric Heart Center Vienna) ist Peter Murin, der im Zentrum die Programmleitung Kinderherzchirurgie verantwortet.

Das Kinderherzzentrum Wien steht für akademische Spitzenmedizin und bündelt die Expertise von Pädiatrischer Kardiologie, Herzchirurgie, HTG-Anästhesie, und Neonatologie/Pädiatrische Intensivmedizin. Dadurch versprechen sich AKH Wien und MedUni Wien eine weitere Verbesserung der Patient*innenversorgung, der translationalen Forschung, und innovativen Lehre.

Mit Jänner 2026 hat Georg Hansmann die Professur für Pädiatrische Kardiologie an der Medizinischen Universität Wien übernommen. Zugleich leitet er die Klinische Abteilung für Pädiatrische Kardiologie mit dem Kinderherzzentrum an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde. Gemeinsam mit der Universitätsklinik für Herz- und Thorakale Aortenchirurgie unter der Leitung von Daniel Zimpfer und weiteren Fachbereichen, wie der fetalen Medizin, pädiatrischen-neonatologischen Intensivmedizin, HTG-Anästhesie, kardiovaskulären Radiologie, und pädiatrischer Herz- und Lungentransplantation, soll das Kinderherzzentrum Wien gezielt klinisch und wissenschaftlich weiterentwickelt werden.

"Bereits heute bietet das Kinderherzzentrum Wien als einziger Standort in Österreich das gesamte Spektrum der Kinderherzmedizin - von komplexer Neugeborenenherzchirurgie bis zum Organersatz. Mit mehreren tausend ambulanten Patient*innenkontakten und einem hohen chirurgischen Volumen zählt das Zentrum zu den größten Einrichtungen im DACH-Raum", erklärt Daniel Zimpfer die Ausgangssituation.

"In den Jahren 2024 und 2025 wurden im Kinderherzzentrum Wien 345 bzw. 344 Operationen durchgeführt, davon ca. ein Viertel bei Neugeborenen und etwa ein Drittel bei Säuglingen (31-365 Tage)", sagt Peter Murin. Zusätzlich werden pro Jahr 80-100 Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern (EMAH) operiert, betont Daniel Zimpfer. Erwin Kitzmüller ergänzt: "In den Jahren 2024 und 2025 erfolgten 289 bzw. 264 Herzkatheteruntersuchungen, davon ca. 10 % bei Neugeborenen und 25 % bei Säuglingen; in den allermeisten Fällen ( 75%) wurden dabei kardiovaskuläre Interventionen (Defektverschlüsse mit Schirmchen, Ballondilatationen, Stents, etc.) durchgeführt". 

Klinisch setzen die Expert*innen auf die effektive und innovative Behandlung angeborener Herzfehler, erworbener Herzerkrankungen, Herzrhythmusstörungen sowie seltener kardiopulmonaler und vaskulärer Erkrankungen. 
"Das Spektrum reicht von der Pränataldiagnostik über interventionelle und chirurgische Verfahren bis hin zu innovativer Pharmakotherapie sowie Herz- und Lungentransplantation. Wir sind klinisch - sowohl qualitativ als auch quantitativ - bereits unter den Top 5-Kinderherzentren im deutschsprachigen Raum, und werden zunehmend auch europaweit wahrgenommen", erklärt Georg Hansmann. "Ein neuer Schwerpunkt soll mit dem geplanten interdisziplinären Zentrum für Pulmonale Hypertonie, Herzinsuffizienz und Transplantation entstehen, das die hochspezialisierte Versorgung von Neugeborenen bis zu jungen Erwachsenen weiter stärken soll, und in dieser Form Alleinstellungsmerkmal hat."

Forschung mit klarem translationalem Fokus
Parallel zum klinischen Ausbau wird in der Klinischen Abteilung für Pädiatrische Kardiologie erstmals ein Programm für Translationale Kardiovaskuläre Biomedizin etabliert. Es bündelt vier Forschungsfelder: Regenerative Medizin, Immunmodulation und Transplantation, vaskuläre Biomedizin sowie angeborene Herzfehler. Ziel ist die Entwicklung neuer Therapieansätze für Erkrankungen, die bislang nicht oder nicht kurativ behandelbar sind. Als besonderer translationaler Schwerpunkt wird auch an regenerativen Strategien gearbeitet, darunter die Anwendung mesenchymaler Stammzellen aus der Nabelschnur.

Ausbildung und internationale Vernetzung
Auch in der Ausbildung sind strukturelle Neuerungen vorgesehen. Geplant sind strukturierte Fellowships, internationale Austauschprogramme für Clinician Scientists und eine frühe, longitudinale Einbindung von Medizinstudierenden in die Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Darüber hinaus wird in der Universitätsklinik für Herz- und Thorakale Aortenchirurgie seit mehreren Jahren eine internationale Fellowship für Kinderherzchirurgie angeboten. Damit wird das Kinderherzzentrum Wien nicht nur in der Versorgung und Forschung, sondern auch als Ausbildungsstandort international sichtbar. 

Internationale Erfahrung für den Standort Wien
Georg Hansmann studierte in Freiburg, Kapstadt und Basel und war an der Charité Berlin, am Deutschen Herzzentrum München sowie mehr als acht Jahre in den USA an der University of California San Francisco, Stanford und Harvard University klinisch und wissenschaftlich tätig. Am 8. Mai gibt er an der MedUni Wien seine Antrittsvorlesung.


Termine:

Symposium: Pulmonary Hypertension, Heart Failure and Transplantation - Advancing Patient Care
Diese internationale Fachveranstaltung gibt einen Überblick über die Themen pulmonale Hypertonie, Herzinsuffizienz sowie Herz- und Lungentransplantationen bei Kindern und Jugendlichen und wirft einen Blick in die Zukunft. In Kollaboration mit dem Comprehensive Center for Cardiovascular Medicine von AKH Wien und MedUni Wien.
Freitag, 8. Mai 2026, 8:00 - 15:00 Uhr
Großer Hörsaal der Universitätszahnklinik Wien, 
Sensengasse 2a, 1090 Wien 

Antrittsvorlesung Georg Hansmann
Professur für Pädiatrische Kardiologie
"No cure" is not good enough - über neue, innovative Therapien in der Kinderherzmedizin
Freitag, 8. Mai 2026, 13:00 - 14:30 Uhr
Hörsaalzentrum der MedUni Wien im Universitätsklinikum AKH Wien, 
Währinger Gürtel 18-20, 1090 Wien

Kinderherzfest
Dieser Tag ist Patient*innen, ihren Familien, den Pflegekräften, Ärzt*innen sowie allen Mitarbeiter*innen gewidmet.
Samstag, 9. Mai 2026, 9:30 - 16:00 Uhr,
Van Swieten Saal und Hof, Van-Swieten-Gasse 1a, 1090 Wien
Keine Anmeldung erforderlich. Der Eintritt ist frei.</description>
<pubDate>Wed, 29 Apr 2026 10:39:00 GMT</pubDate>
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<title>Länger ohne belastende Krebstherapie leben: Neue Zielgrößen für Krebsstudien definiert</title>
<link>https://www.akhwien.at/default.aspx?pid=99&amp;mid=18300&amp;rid=10109&amp;from=rss</link>
<description>Eine internationale Expert*innengruppe unter Leitung des Comprehensive Cancer Center (CCC) von MedUni Wien und AKH Wien hat Messgr&amp;ouml;&amp;szlig;en f&amp;uuml;r klinische Studien bei Krebserkrankungen mit vereinzelten Metastasen festgelegt. Ziel ist es, den Nutzen moderner, gezielt auf Metastasen ausgerichteter Therapien mit Endpunkten zu bewerten, die f&amp;uuml;r Patient*innen besonders relevant sind. Die jetzt im Fachmagazin The Lancet Oncology ver&amp;ouml;ffentlichte Konsensusarbeit markiert einen Paradigmenwechsel in der Krebsforschung. Der Fokus der Konsensusarbeit liegt auf oligometastatischem Krebs. Darunter ist das Krankheitsstadium zwischen lokal begrenzter Erkrankung und weit fortgeschrittener Metastasierung zu verstehen, das bei vielen Tumorarten auftreten kann. Eine Heilung ist in diesem Stadium m&amp;ouml;glich, Patient*innen k&amp;ouml;nnen heute zum Teil viele Jahre in guter Lebensqualit&amp;auml;t mit vereinzelten Metastasen leben. Metastasen-zielgerichtete Therapien (MDT, metastasis-directed therapies) sind hochpr&amp;auml;zise lokale Therapieverfahren wie die stereotaktisch ablative Radiotherapie (SABR), chirurgische Resektion oder Thermoablation, mit denen in bildgebenden Verfahren einzelne Metastasen gezielt behandelt werden k&amp;ouml;nnen. Das jetzt in The Lancet Oncology ver&amp;ouml;ffentlichte Konsensuspapier geht aus der weltweit gr&amp;ouml;&amp;szlig;ten prospektiven Kohortenstudie OligoCare zur Evaluation von SABR bei Oligometastasierung verschiedener Tumorarten mit mehr als 3.500 eingeschlossenen Patient*innen hervor. Da in vielen dieser SABR als lokales Verfahren eingesetzt wird, lag auch im Konsensusprojekt ein Schwerpunkt auf der hochpr&amp;auml;zisen Radiotherapie. Ziel war es, valide prim&amp;auml;re Studienendpunkte zu definieren, die aus Patient*innenperspektive relevant und zugleich f&amp;uuml;r unterschiedliche Krebserkrankungen im oligometastatischen Stadium anwendbar sind. Im Fokus standen klinische Studien, die den Nutzen der verschiedenen Therapiem&amp;ouml;glichkeiten in Kombination mit medikament&amp;ouml;sen Therapien untersuchen. Die Expert*innen wurden aus dem OligoCare-Konsortium der European Organisation for Research and Treatment of Cancer (EORTC) und der European Society for Radiotherapy and Oncology (ESTRO) zusammengesetzt und umfassen die Bereiche Radiotherapie, Radiologie, Epidemiologie und Statistik. Weiters eingebunden waren Vertreter*innen europ&amp;auml;ischer Patient*innenorganisationen.Wiederholte Entfernung von Metastasen m&amp;ouml;glich Prim&amp;auml;re Endpunkte sind in klinischen Studien die zentralen Messgr&amp;ouml;&amp;szlig;en, anhand derer Wirksamkeit und Nutzen einer Therapie beurteilt werden. Neben etablierten Endpunkten wie dem &amp;Uuml;berleben bei guter Lebensqualit&amp;auml;t stimmte die Expert*innengruppe zwei neuen Messgr&amp;ouml;&amp;szlig;en zu, die den spezifischen Wirkmechanismus hochpr&amp;auml;ziser ablativer Therapien abbilden und das Ziel haben, die h&amp;auml;ufig symptomlosen Metastasen lokal zu entfernen. Die neuen Standards f&amp;uuml;r klinische Studien markieren eine Abkehr vom bisher verwendeten Endpunkt des progressionsfreien &amp;Uuml;berlebens (PFS), der den spezifischen Nutzen lokaler, hochpr&amp;auml;ziser Therapien nur unzureichend widerspiegelt. Damit werden weitere Faktoren bewertet, die f&amp;uuml;r Patient*innen unmittelbar relevant sind &amp;ndash; etwa therapiefreie Zeit und geringe Nebenwirkungen.Neue Endpunkte werden bewertet Im Zentrum stehen zwei neue Messgr&amp;ouml;&amp;szlig;en: STFS (Start or Switch of Systemic Therapy&amp;ndash;Free Survival), die den Zeitraum ohne Beginn oder Wechsel einer systemischen Therapie beschreibt, sowie pPFS (polymetastatic Progression&amp;ndash;Free Survival), die die Zeit bis zum &amp;Uuml;bergang in ein Krankheitsstadium mit weit gestreuter Metastasierung erfasst. Beide Endpunkte tragen dem Umstand Rechnung, dass mit MDT einzelne Metastasen gezielt und wiederholt behandelt werden k&amp;ouml;nnen. Etwa wenn nach Entfernung einer Metastase am rechten Lungenfl&amp;uuml;gel eine weitere Metastase am linken Lungenfl&amp;uuml;gel auftritt. &amp;bdquo;Wir sehen hier einen echten Paradigmenwechsel in der klinischen Forschung bei oligometastatischer Erkrankung. Bisherige Endpunkte konnten den Nutzen lokaler Therapien oft nicht ad&amp;auml;quat darstellen. Mit den neuen, international abgestimmten Standards schaffen wir eine Grundlage, um Studienergebnisse besser zu interpretieren und schneller in die klinische Praxis zu &amp;uuml;bertragen&amp;ldquo;, erkl&amp;auml;rt Studienleiter Joachim Widder (Universit&amp;auml;tsklinik f&amp;uuml;r Radioonkologie und CCC). Die breite Datenbasis und der internationale Konsens unter Einbindung von Patient*innenvertreter*innen verleihen den neuen Endpunkten besondere Relevanz f&amp;uuml;r zuk&amp;uuml;nftige Studien und stehen f&amp;uuml;r eine Weiterentwicklung hin zu pr&amp;auml;ziseren und patient*innenorientierten Therapieans&amp;auml;tzen.</description>
<pubDate>Tue, 28 Apr 2026 09:34:00 GMT</pubDate>
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<item>
<title>Feier zur baulichen Fertigstellung des "Center for Translational Medicine" am MedUni Campus AKH</title>
<link>https://www.akhwien.at/default.aspx?pid=99&amp;mid=18300&amp;rid=10105&amp;from=rss</link>
<description>Mit der offiziellen baulichen Fertigstellung des Center for Translational Medicine (CTM) wurde heute ein weiterer bedeutender Meilenstein für den Medizin- und Forschungsstandort Wien erreicht. Vertreter*innen aus Wissenschaft, Gesundheitswesen und Politik - darunter Ministerin Eva-Maria Holzleitner und Stadtrat Peter Hacker - würdigten die bauliche Fertigstellung eines der modernsten Forschungsgebäude Österreichs am Standort von AKH Wien und MedUni Wien.

Das CTM umfasst rund 14.000 Quadratmeter Nutzfläche und bietet hochmoderne Infrastruktur für translationale Medizin. Neben innovativen Forschungsgruppen beherbergt das Gebäude Laborflächen, eine Biobank sowie Einrichtungen für Bioinformatik und präklinische Forschung. Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse rasch in die klinische Anwendung zu überführen und damit Patient*innen schneller von medizinischem Fortschritt profitieren zu lassen.

"Mit der baulichen Fertigstellung des CTM setzen wir einen entscheidenden Schritt für die Zukunft der medizinischen Forschung in Österreich. Das Gebäude schafft optimale Voraussetzungen, um Innovationen schneller vom Labor ans Krankenbett zu bringen", betont Herwig Wetzlinger, Direktor des Universitätsklinikums AKH Wien. Auch Markus Müller, Rektor der MedUni Wien und Vorsitzender des Supervisory Boards des Universitätsklinikums AKH Wien, unterstreicht die Bedeutung des Projekts: "Mit dem Center for Translational Medicine schaffen wir einen Ort, an dem Grundlagenwissenschaft und Klinik unmittelbar zusammenarbeiten. Das Zentrum bietet die gesamte Kette von der experimentellen Laborforschung bis zur klinischen Phase-I/II-Forschung in einem Gebäude und beschleunigt damit den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in konkrete Verbesserungen für Patientinnen und Patienten.

Seitens der Politik wurde die Bedeutung des CTM für den österreichischen Standort und hochwertige Patient*innenversorgung hervorgehoben.  Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung, unterstrich den gesellschaftlichen Nutzen, der durch die Verbindung der Grundlagenforschung, klinischer Expertise und Versorgungspraxis entsteht, während Peter Hacker, amtsführender Stadtrat für Soziales, Gesundheit und Sport, die Rolle Wiens als internationaler Gesundheits- und Forschungsstandort betonte. Auch Stefan Gara, Digitalisierungssprecher der NEOS Wien, hob die Bedeutung des CTM als zukunftsweisende Investition in Forschung, Innovation und eine leistungsfähige Gesundheitsversorgung hervor. Mit dem CTM entsteht eine Brücke zwischen Grundlagenforschung und klinischer Praxis. Die Infrastruktur ist darauf ausgelegt, neue Therapien und Arzneimittel unter höchsten Qualitätsstandards, einschließlich GMP-Bedingungen, zu entwickeln und zu testen.

Die heutige Feier markiert den Übergang von der Bauphase in die finale Inbetriebnahme. In den kommenden Monaten werden die Forschungsbereiche schrittweise bezogen und in Betrieb genommen, bis am 1. Oktober 2026 dann die offizielle Eröffnung erfolgt.</description>
<pubDate>Thu, 23 Apr 2026 12:30:00 GMT</pubDate>
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<title>Fortschritt in der Therapie von lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen</title>
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<description>Erstmals in &amp;Ouml;sterreich wurde im M&amp;auml;rz 2026 an der Klinischen Abteilung f&amp;uuml;r Kardiologie der Universit&amp;auml;tsklinik f&amp;uuml;r Innere Medizin II gemeinsam mit der Universit&amp;auml;tsklinik f&amp;uuml;r Herz- und Thorakale Aortenchirurgie von AKH Wien und MedUni Wien ein minimal-invasiver Eingriff zur Behandlung einer potenziell lebensbedrohlichen Herzrhythmusst&amp;ouml;rung durchgef&amp;uuml;hrt. Der Eingriff stellt einen bedeutenden Fortschritt in der Therapie komplexer Herzrhythmusst&amp;ouml;rungen dar und er&amp;ouml;ffnet neue Perspektiven f&amp;uuml;r Patient*innen mit bislang schwer behandelbaren Krankheitsbildern: Herzschichten, die mit konventionellen Katheterablationen nicht ausreichend behandelt werden k&amp;ouml;nnen, werden bei diesem innovativen Verfahren erreicht und damit behandelbar. Kardiologie und Herzchirurgie arbeiteten eng zusammen. Die innovative Methode kombiniert zwei hochspezialisierte Verfahren: die minimal-invasive Thorakoskopie mit der katheterbasierten elektrophysiologische Ablation. &amp;Uuml;ber kleine Schnitte zwischen den Rippen wurde eine Kamera eingef&amp;uuml;hrt, die einen direkten Zugang zur Herzoberfl&amp;auml;che erm&amp;ouml;glicht (Thorakoskopie). Durch dieses Verfahren konnte die &amp;auml;u&amp;szlig;ere Schicht des Herzens direkt behandelt werden. Parallel dazu erfolgte mittels Kathetertechnik im Inneren des Herzens eine pr&amp;auml;zise Ablation, eine gezielte Ver&amp;ouml;dung von krankhaftem Herzgewebe, das die Rhythmusst&amp;ouml;rungen ausl&amp;ouml;st. Im Vergleich zu chirurgischen Verfahren, bei denen der Brustkorb ge&amp;ouml;ffnet wird, ist dieser Ansatz besonders schonend und er&amp;ouml;ffnet neue Behandlungsm&amp;ouml;glichkeiten f&amp;uuml;r Patient*innen mit einer ventrikul&amp;auml;ren Tachykardie, einer potenziell lebensbedrohlichen Herzrhythmusst&amp;ouml;rung, bei der das Herz zu schnell aus den Herzkammern schl&amp;auml;gt. Unbehandelt kann dies zu Kreislaufversagen oder pl&amp;ouml;tzlichem Herztod f&amp;uuml;hren. &amp;bdquo;Insbesondere f&amp;uuml;r Patient:innen, bei denen konventionelle Katheterablationen nicht ausreichend wirksam waren, ist dieser Hybrid-Eingriff ein Meilenstein in der Therapie. Bisher unzug&amp;auml;ngliche Herzschichten k&amp;ouml;nnen schonend und effektiv behandelt werden&amp;ldquo;, h&amp;auml;lt Stefan Stojkovic von der Klinischen Abteilung f&amp;uuml;r Kardiologie der Universit&amp;auml;tsklinik f&amp;uuml;r Innere Medizin II fest, der den Eingriff gemeinsam mit Emilio Osorio, Universit&amp;auml;tsklinik f&amp;uuml;r Herz- und Thorakale Aortenchirurgie, in enger wissenschaftlicher Kooperation mit Bart Maesen von der Universit&amp;auml;t Maastricht durchgef&amp;uuml;hrt hat. Die moderne Herzmedizin profitiert durch die enge Verzahnung von Herzchirurgie und Kardiologie an AKH Wien und MedUni Wien. &amp;bdquo;Die erfolgreiche Durchf&amp;uuml;hrung des Eingriffes zeigt, wie wichtig die f&amp;auml;cher&amp;uuml;bergreifende Zusammenarbeit f&amp;uuml;r die Zukunft der Herzmedizin, f&amp;uuml;r unsere Patient:innen ist&amp;ldquo;, betonen Daniel Zimpfer, Leiter der Universit&amp;auml;tsklinik f&amp;uuml;r Herz- und Thorakale Aortenchirurgie, und Christian Hengstenberg, Leiter der Universit&amp;auml;tsklinik f&amp;uuml;r Innere Medizin II.</description>
<pubDate>Thu, 09 Apr 2026 12:48:00 GMT</pubDate>
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<title>Endokarditis-Team stärkt interdisziplinäre Versorgung und Forschung</title>
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<description>Am Universit&amp;auml;tsklinikum AKH Wien/MedUni Wien wurde vor einem Jahr ein multidisziplin&amp;auml;res Endokarditis-Team etabliert, das klinische Versorgung und wissenschaftliche Weiterentwicklung eng miteinander verbindet. Seit der Gr&amp;uuml;ndung wurden 120 Patient*innen systematisch interdisziplin&amp;auml;r evaluiert. Das Team schafft damit eine strukturierte Plattform f&amp;uuml;r rasche Diagnostik, abgestimmte Therapieentscheidungen und die Weiterentwicklung der Versorgung von Patient*innen mit Endokarditis. Endokarditis ist eine seltene, aber hochgef&amp;auml;hrliche Infektion der Herzklappen. Die Diagnose ist oft schwierig, die Therapie komplex und die Krankenhaussterblichkeit kann bis zu 30 Prozent betragen. Um dieser Herausforderung mit einer strukturierten, fach&amp;uuml;bergreifenden Versorgung zu begegnen, wurde an der Medizinischen Universit&amp;auml;t Wien und dem AKH Wien ein spezialisiertes Endokarditis-Team aufgebaut, in dessen Kernteam Herzchirurgie, Kardiologie, Infektiologie, Radiologie, Nuklearmedizin und Psychologie zusammenarbeiten. Bei Bedarf werden auch Pharmazeut*innen, Neurolog*innen, Nephrolog*innen und Psychiater*innen hinzugezogen. MedUni Wien und AKH Wien folgen damit den aktuellen Empfehlungen der europ&amp;auml;ischen Leitlinien, die spezialisierte Endokarditis-Teams als zentralen Faktor f&amp;uuml;r eine verbesserte Diagnostik und bessere Behandlungsergebnisse hervorheben.W&amp;ouml;chentliche Fallkonferenzen mit breiter Fachkompetenz Das Team trifft sich w&amp;ouml;chentlich und vereint Expert*innen aus zahlreichen medizinischen Disziplinen, darunter Herzchirurgie, Kardiologie, Infektiologie, Radiologie, Nuklearmedizin, Mikrobiologie, Nephrologie sowie Pharmazie. Erg&amp;auml;nzt wird diese fachliche Breite durch psychosoziale Disziplinen wie Psychiatrie und Psychologie. Diese enge interdisziplin&amp;auml;re Zusammenarbeit erm&amp;ouml;glicht eine umfassende Bewertung jedes einzelnen Falls und stellt sicher, dass diagnostische, therapeutische und begleitende Ma&amp;szlig;nahmen eng aufeinander abgestimmt werden. Rund 50 Prozent der besprochenen Patient*innen mussten operiert werden, was die Schwere der Erkrankung unterstreicht.Enge Vernetzung mit zuweisenden Krankenh&amp;auml;usern Die Zusammenarbeit mit zuweisenden Krankenh&amp;auml;usern erfolgt sowohl &amp;uuml;ber Online-Fallkonferenzen als auch durch Vor-Ort-Evaluationen durch Mitglieder des Teams. Das unterst&amp;uuml;tzt eine rasche und strukturierte Entscheidungsfindung auch &amp;uuml;ber den eigenen Standort hinaus. Das Endokarditis-Team am Universit&amp;auml;tsklinikum AKH Wien erm&amp;ouml;glicht damit schnellere Diagnosestellungen, strukturierte Therapieentscheidungen und eine optimierte Abstimmung zwischen konservativer und chirurgischer Behandlung.Grundlage f&amp;uuml;r Register, Forschung und Versorgungsanalyse Die strukturierte Erfassung der F&amp;auml;lle bildet zugleich die Basis f&amp;uuml;r die wissenschaftliche Weiterentwicklung. Dazu z&amp;auml;hlen der Aufbau einer klinischen Datenbank und eines Registers, die Analyse von Versorgungsprozessen und Outcomes sowie die Entwicklung evidenzbasierter Behandlungsstrategien. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Optimierung diagnostischer Strategien einschlie&amp;szlig;lich moderner Bildgebung, auf der Verbesserung des Timings chirurgischer Interventionen und auf der interdisziplin&amp;auml;ren Entscheidungsfindung bei komplexen Krankheitsverl&amp;auml;ufen. Dar&amp;uuml;ber hinaus arbeitet das Team an der Initiierung von Forschungsprojekten, an der Integration in internationale Registerstrukturen wie Euro-Endo sowie an wissenschaftlichen Publikationen, zu denen bereits erste Aktivit&amp;auml;ten vorliegen.Modell f&amp;uuml;r strukturierte interdisziplin&amp;auml;re Medizin Durch die enge Zusammenarbeit mit externen Zentren entsteht zudem ein Netzwerk, das perspektivisch als &amp;uuml;berregionale Referenzstruktur f&amp;uuml;r Endokarditis dienen kann. Die Leitung des Teams liegt bei Arezu Aliabadi-Zuckermann, Stefan Winkler und Clemens Gangl. Gemeinsam verbinden sie klinische Exzellenz mit wissenschaftlicher Weiterentwicklung. Das Endokarditis-Team zeigt, wie strukturierte interdisziplin&amp;auml;re Medizin die Versorgung von Patient*innen verbessern und zugleich eine Plattform f&amp;uuml;r Innovation und Forschung schaffen kann. Teammitglieder (am Foto von links nach rechts): R. Calabretta (Nuklearmedizin), L. Wolner (Herzchirurgie), B. Heidinger (Radiologie), L. Schubert (Infektiologie), S. Winkler (Infektiologie), A. Aliabadi-Zuckermann (Herzchirurgie), C. Gangl (Kardiologie), C. Nitsche (Kardiologie), S. Tobudic (Infektiologie), G. Klappacher (Kardiologie), R. Saleh (Herzchirurgie), A. Andreeva (Herzchirurgie)</description>
<pubDate>Wed, 08 Apr 2026 16:59:00 GMT</pubDate>
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<title>Erste endoskopische Wirbelsäulenoperationen am AKH Wien und MedUni Wien erfolgreich durchgeführt</title>
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<description>An der Universitätsklinik für Neurochirurgie von AKH Wien und MedUni Wien wurden erstmals endoskopische Wirbelsäulen&amp;shy;operationen durchgeführt. Die Eingriffe erfolgten durch Fabian Winter und markieren einen wichtigen Schritt in der Weiterentwicklung minimal-invasiver neurochirurgischer Behandlungsmethoden am Universitätsklinikum AKH Wien. Bereits zwei Patientinnen konnten erfolgreich und ohne Komplikationen mit diesem Verfahren operiert werden. 

Die endoskopische Wirbelsäulenchirurgie zählt zu den modernsten Verfahren in der Behandlung ausgewählter Erkrankungen der Wirbelsäule. Im Unterschied zu herkömmlichen offenen Operationsmethoden erfolgt der Eingriff über einen sehr kleinen Zugang mithilfe einer hochauflösenden Kamera und spezialisierter Instrumente. Dadurch können betroffene anatomische Strukturen präzise dargestellt und behandelt werden, bei gleichzeitig maximaler Schonung des umliegenden Gewebes. Zu den wesentlichen Vorteilen der endoskopischen Wirbelsäulenchirurgie zählen insbesondere die geringere Weichteiltraumatisierung, kleinere Hautschnitte, weniger postoperative Schmerzen sowie eine raschere Mobilisation und Erholung der Patient*innen. Darüber hinaus kann durch das minimal-invasive Vorgehen in vielen Fällen die Dauer des Krankenhausaufenthalts reduziert werden. Damit eröffnet das Verfahren neue Möglichkeiten für eine schonende und zugleich effektive chirurgische Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen. 

Die Einführung dieser innovativen Operationsmethode an der Universitätsklinik für Neurochirurgie wurde auch durch den Leiter der Universitätsklinik für Neurochirurgie, Karl Rössler, ermöglicht. Er wirkte maßgeblich an der Beschaffung des notwendigen Instrumentariums mit und schuf damit eine wesentliche Voraussetzung für die Etablierung des Verfahrens am Standort AKH Wien. Mit der endoskopischen Wirbelsäulenchirurgie kann den Patient*innen eine besonders schonende operative Behandlungsoption angeboten werden. Dass die ersten beiden Eingriffe erfolgreich und ohne Komplikationen verlaufen sind, ist ein sehr erfreulicher und wichtiger Schritt für die weitere Etablierung dieser Methode an der Klinik. 

Mit der erfolgreichen Durchführung der ersten endoskopischen Wirbelsäulenoperationen baut die Universitätsklinik für Neurochirurgie von AKH Wien und MedUni Wien ihr Spektrum an modernen, minimal-invasiven Therapieverfahren weiter aus. Ziel ist es, Patient*innen des AKH Wien eine Behandlung auf dem neuesten Stand der Medizin anzubieten und innovative chirurgische Techniken gezielt in die klinische Versorgung zu integrieren.</description>
<pubDate>Thu, 02 Apr 2026 08:00:00 GMT</pubDate>
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<title>Stationsgebäude Süd: Zukunft der Patient*innenversorgung und moderne Infrastruktur im Fokus</title>
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<description>Mit der kurz bevorstehenden Besiedelung des neuen Stationsgebäude Süd ist ein weiterer Meilenstein in der baulichen Weiterentwicklung des Areals am Baufeld Süd des AKH Wien erreicht. In einem gemeinsamen Medientermin betonten Gesundheitsstadtrat Peter Hacker, AKH-Direktor Herwig Wetzlinger, Vizerektor für Finanzen der MedUni Wien Volkan Talazoglu, Technischer Direktor des AKH Wien Siegfried Gierlinger sowie die Abgeordnete zum Wiener Landtag und Gemeinderätin Jing Hu die Bedeutung des Projekts für den Wiener Forschungs- und Gesundheitsstandort, und welche Projekte nun darauf folgen werden.

Sicherung der Patient*innenversorgung durch moderne Infrastruktur

Das neue Stationsgebäude Süd umfasst vier Ebenen mit rund 4.000 Quadratmetern Nutzfläche, auf welchen Platz für 46 Patient*innenzimmer mit 88 Betten, 45 Therapieräumen und eine tagesklinische Versorgung geboten wird. 

Indem klinische Bereiche vorübergehend in das moderne Gebäude übersiedeln, wird der Umbau des Bettenhauses Ost ermöglicht, während der laufende Betrieb aufrechterhalten bleibt. So bleibt die Patient*innenversorgung auch während großer Modernisierungsschritte gesichert. 

Mit der geplanten Ausstattung im Februar und März 2026 rückt die Aufnahme des regulären Patient*innenbetriebs im neuen Gebäude in greifbare Nähe. Die Übersiedlung der klinischen Bereiche wird über interne Patient*innenwege und reservierte Aufzüge erfolgen, ohne den laufenden Betrieb zu stören; die offizielle Aufnahme des Betriebs ist für Ende März 2026 vorgesehen. 

Das Stationsgebäude Süd ist ein zentraler Baustein im umfassenden Modernisierungsprogramm des Baufeld Süd am Standort AKH Wien, welches bis 2030 den gesamten Standort zukunftsfit machen soll, für eine leistungsfähige medizinische Versorgung, Forschung und Lehre am größten Gesundheitsstandort Österreichs.</description>
<pubDate>Tue, 10 Mar 2026 12:00:00 GMT</pubDate>
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<title>Diversitätsmanagement des AKH Wien als erstes Klinikum Österreichs zertifiziert</title>
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<description>Das Universit&amp;auml;tsklinikum AKH Wien hat als erstes Krankenhaus &amp;Ouml;sterreichs das Zertifikat f&amp;uuml;r das Diversity Management-System nach T&amp;Uuml;V AUSTRIA-Standard und gem&amp;auml;&amp;szlig; &amp;Ouml;NORM S 2501:2020 erhalten. Diversit&amp;auml;t im Arbeitskontext bedeutet Vielfalt von Berufs- und Lebenserfahrungen, Sichtweisen, Werten und Weltanschauungen, die Mitarbeiter*innen als Kapital in ihr Arbeitsleben einbringen.Diversit&amp;auml;t im AKH Wien ist sichtbar Die rund 7.000 Mitarbeiter*innen des Universit&amp;auml;tsklinikums AKH Wien kommen aus 76 Nationen und sprechen 67 Sprachen. Rund 4.000 Personen sind zwischen 40 und 65 Jahren, &amp;uuml;ber 2.800 sind zwischen 20 und 40 und weitere 49 sind unter 20 Jahre jung. 57 Personen sind in Altersteilzeit, 167 Mitarbeiter*innen haben besondere Bed&amp;uuml;rfnisse mit einem Grad an Behinderung von &amp;uuml;ber 50 %. Auch die Vielzahl an Berufsgruppen im Haus ist divers: vom Betriebspersonal &amp;uuml;ber medizinische, therapeutische und diagnostische Gesundheitsberufe bis zum Pflegefachdienst, der Technik und der Verwaltung.Vielfalt der Ma&amp;szlig;nahmen wurde best&amp;auml;tigt Die Auditorin Eva Stockley zeigte sich von der Professionalit&amp;auml;t und berufsgruppen&amp;uuml;bergreifenden Zusammenarbeit im AKH Wien beeindruckt: &amp;bdquo;Im AKH Wien wurde &amp;uuml;ber Jahre hinweg konsequent an der Weiterentwicklung des Systems gearbeitet und nun ein &amp;auml;u&amp;szlig;erst ausgereiftes und beeindruckendes Konzept zur Erstzertifizierung pr&amp;auml;sentiert. Das Universit&amp;auml;tsklinikum AKH Wien z&amp;auml;hlt damit zu den Vorreitern und hat sich als erstes T&amp;Uuml;V AUSTRIA-zertifiziertes Klinikum dieses wichtigen Themas angenommen.&amp;ldquo; So vielf&amp;auml;ltig die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im AKH Wien sind, so mannigfaltig sind die bereits etablierten und noch umzusetzenden Ma&amp;szlig;nahmen. Als Basis daf&amp;uuml;r wurde eine Diversit&amp;auml;tspolitik erarbeitet, auf der die Diversit&amp;auml;tsmanagement-Strategie aufbaut. Wesentlich f&amp;uuml;r die strategische Weiterentwicklung des breiten Themenfeldes dient die Diversit&amp;auml;tsmatrix. Sie zeigt auf, welche Ma&amp;szlig;nahmen das AKH Wien in Bezug auf die Kerndimensionen Alter, Geschlecht, sexuelle Orientierung, psychische und physische F&amp;auml;higkeiten, kultureller Hintergrund sowie Religion und Weltanschauung setzt. Diese Initiativen stehen im Einklang mit dem Leitbild des AKH Wien: &amp;bdquo;Vielfalt leben&amp;ldquo; unterstreicht das klare Bekenntnis zur Ablehnung jeglicher Diskriminierung sowie der &amp;Uuml;berzeugung, Unterschiede als bereichernd wahrzunehmen.Erh&amp;ouml;hte Zufriedenheit von Mitarbeiter*innen und Patient*innen &amp;bdquo;Ein Diversit&amp;auml;tsmanagement tr&amp;auml;gt nicht nur zur Sichtbarmachung von Vielfalt bei, es unterst&amp;uuml;tzt auch bei der Optimierung der Qualit&amp;auml;t der Patient*innenversorgung, schafft ein positives Arbeitsklima und erh&amp;ouml;ht die Zufriedenheit von Mitarbeiter*innen und Patient*innen&amp;ldquo;, so Herwig Wetzlinger, Direktor des Universit&amp;auml;tsklinikums AKH Wien. &amp;bdquo;Mein Dank gilt allen Mitarbeiter*innen, die sich tagt&amp;auml;glich bewusst sind, wie wichtig es ist, auf unterschiedliche Bed&amp;uuml;rfnisse und Anforderungen einzugehen und die jeweils beste L&amp;ouml;sung f&amp;uuml;r die gestellten Themen abzuw&amp;auml;gen und zu finden.&amp;ldquo;</description>
<pubDate>Thu, 05 Mar 2026 12:31:00 GMT</pubDate>
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<title>Alkoholverzicht ermöglicht Regeneration selbst bei fortgeschrittener Leberzirrhose</title>
<link>https://www.akhwien.at/default.aspx?pid=99&amp;mid=18300&amp;rid=10053&amp;from=rss</link>
<description>Konsequenter und dauerhafter Alkoholverzicht kann selbst bei fortgeschrittener alkoholbedingter Leberzirrhose zu einer R&amp;uuml;ckbildung bereits bestehender leberbedingter Komplikationen f&amp;uuml;hren. Das zeigt eine internationale multizentrische Studie unter Leitung der MedUni Wien, die k&amp;uuml;rzlich im renommierten Fachjournal &amp;bdquo;Journal of Hepatology&amp;ldquo; ver&amp;ouml;ffentlicht wurde. Bis zu einem Drittel der Patient*innen mit bereits dekompensierter alkoholbedingter Leberzirrhose konnte durch konsequenten Alkoholverzicht eine sogenannte &amp;bdquo;Re-Kompensation&amp;ldquo; erreichen &amp;ndash; also die vollst&amp;auml;ndige R&amp;uuml;ckbildung leberbedingter Komplikationen bei gleichzeitiger Erholung der Leberfunktion. Dar&amp;uuml;ber hinaus identifiziert die Studie jene Faktoren, die f&amp;uuml;r diese Erholung der Leberfunktion entscheidend sind. Das Erkrankungsbild der Leberzirrhose beschreibt eine Vernarbung der Leber. In westlichen L&amp;auml;ndern wird sie h&amp;auml;ufig durch &amp;uuml;berm&amp;auml;&amp;szlig;igen Alkoholkonsum verursacht und f&amp;uuml;hrt bei vielen Betroffenen zu schweren Komplikationen wie Bauchwasser (Aszites), Verwirrungszust&amp;auml;nden (Enzephalopathie) und Blutungen aus Krampfadern der Speiser&amp;ouml;hre (Varizenblutungen). Traditionell galt das Auftreten solcher Komplikationen, sogenannte Dekompensations-Ereignisse, als Zeichen, dass das Krankheitsbild der Leberzirrhose unumkehrbar geworden ist. Die nun ver&amp;ouml;ffentlichten Ergebnisse stellen dieses Dogma in Frage. Die Studie des Forschungsteams um Benedikt Hofer und Thomas Reiberger (Klinische Abteilung f&amp;uuml;r Gastroenterologie und Hepatologie der Universit&amp;auml;tsklinik f&amp;uuml;r Innere Medizin III von MedUni Wien und AKH Wien) schloss dabei 633 Patient*innen mit alkoholbedingter Leberzirrhose aus 17 spezialisierten Zentren in Europa und Asien ein. Alle Patient*innen hatten nach Auftreten von Dekompensations-Ereignissen die Alkoholabstinenz begonnen.Krankheitsverlauf ist reversibel Innerhalb von f&amp;uuml;nf Jahren erreichte rund ein Drittel der Patient*innen eine vollst&amp;auml;ndige R&amp;uuml;ckbildung s&amp;auml;mtlicher leberbedingter Komplikationen bei gleichzeitiger Verbesserung der Leberfunktion &amp;ndash; ein Zustand, der als &amp;bdquo;Re-Kompensation&amp;ldquo; bezeichnet wird. &amp;bdquo;Unsere Daten zeigen klar: Selbst nach dem Auftreten schwerer Komplikationen ist der Krankheitsverlauf bei fortgeschrittener Leberzirrhose nicht zwangsl&amp;auml;ufig irreversibel.&amp;ldquo;, erkl&amp;auml;rt Studien-Erstautor Benedikt Hofer. Entscheidend f&amp;uuml;r das Erreichen der Re-Kompensation war neben der Ausgangsschwere der Lebererkrankung vor allem das Erreichen einer vollst&amp;auml;ndigen und fr&amp;uuml;hzeitigen Alkoholabstinenz. Studienleiter Thomas Reiberger betont: &amp;bdquo;Alkoholverzicht kann das Fortschreiten der Lebererkrankung nicht nur stoppen, sondern bei vielen Patient*innen sogar zu einer Verbesserung der Leberzirrhose f&amp;uuml;hren. Entscheidend ist jedoch, dass der Alkoholverzicht bestenfalls sofort nach dem Auftreten von Komplikationen eingehalten wird &amp;ndash; hierdurch kann die Chance auf Re-Kompensation mehr als verdoppelt werden.&amp;ldquo;Dramatischer &amp;Uuml;berlebensvorteil durch Re-Kompensation Die klinischen Auswirkung der Re-Kompensation auf das &amp;Uuml;berleben der Patient*innen der Studie war beeindruckend: Kein/e der re-kompensierten Patient*innen mit anhaltender Alkoholabstinenz verstarben an leberbedingten Ursachen. Auch das Risiko f&amp;uuml;r das Auftreten von Leberkrebs war in dieser Gruppe deutlich reduziert und die Gesamtsterblichkeit signifikant niedriger &amp;ndash; klinisch relevante Ergebnisse, die zus&amp;auml;tzlich als &amp;bdquo;Research Highlights&amp;ldquo; des Fachjournals &amp;bdquo;Nature Reviews Gastroenterology and Hepatology&amp;ldquo; betont wurden. Thomas Reiberger f&amp;uuml;hrt weiter aus: &amp;bdquo;Re-Kompensation ist kein rein theoretisches Konzept mehr, sondern ein klinisch immer relevanter werdender Zustand, der die Prognose trotz fortgeschrittener Leberzirrhose fundamental verbessern kann.&amp;ldquo;Alkoholverzicht im Mittelpunkt der Therapie Die Studie unterstreicht die zentrale Rolle des vollst&amp;auml;ndigen und dauerhaften Verzichts auf Alkohol als wirksamste therapeutische Intervention bei alkoholbedingter Lebererkrankung. Gleichzeitig heben die Ergebnisse auch gesundheitspolitische Aspekte hervor: eine strukturierte Unterst&amp;uuml;tzung zum Erzielen und Aufrechterhalten der Alkoholabstinenz ist entscheidend f&amp;uuml;r die Prognose dieser Patient*innen &amp;ndash; insbesondere vor dem Hintergrund aktueller Budgetk&amp;uuml;rzungen im Bereich der Suchthilfe- und Abstinenzprogramme. &amp;bdquo;Ein erneuter R&amp;uuml;ckfall zu regelm&amp;auml;&amp;szlig;igem Alkoholkonsum verschlechtert die Prognose signifikant&amp;ldquo;, so Benedikt Hofer und merkt weiters an: &amp;bdquo;Wenn also bei der Abstinenzbetreuung gespart wird, werden nicht nur vermeidbare Todesf&amp;auml;lle, sondern auch hohe Kosten durch die medizinische Versorgung fortgeschrittener Lebererkrankungen und deren Komplikationen riskiert.&amp;ldquo;</description>
<pubDate>Wed, 04 Mar 2026 12:01:00 GMT</pubDate>
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<title>Seltene Erkrankungen: Forschung und Patient*innenversorgung an MedUni Wien und AKH Wien eng verknüpft</title>
<link>https://www.akhwien.at/default.aspx?pid=99&amp;mid=18300&amp;rid=10045&amp;from=rss</link>
<description>An den Universit&amp;auml;tskliniken von MedUni Wien und AKH Wien werden j&amp;auml;hrlich mehr als 10.000 Patient*innen mit seltenen Erkrankungen betreut &amp;ndash; viele von ihnen mit langen Leidenswegen, verz&amp;ouml;gerten Diagnosen und begrenzten Therapieoptionen. Anl&amp;auml;sslich des Tages der Seltenen Erkrankungen am 28. Februar 2026 zeigen die Medizinische Universit&amp;auml;t Wien und das Universit&amp;auml;tsklinikum AKH Wien, wie durch die enge Verbindung von klinischer Versorgung, Forschung und interdisziplin&amp;auml;rer Zusammenarbeit die Betreuung von Menschen mit seltenen Erkrankungen kontinuierlich weiterentwickelt wird.&amp;nbsp; Mehr als 3.000 verschiedene seltene Erkrankungen (weniger als 1:2000 Betroffene in der Bev&amp;ouml;lkerung) wurden im Jahr 2025 durch medizinische Expert*innen in den Universit&amp;auml;tskliniken von MedUni Wien und AKH Wien betreut. Die Behandlung der Patient*innen erfolgt in spezialisierten national anerkannten Expertisezentren, zusammengef&amp;uuml;hrt im Comprehensive Center for Rare and Undiagnosed Diseases (CCRUD) von MedUni Wien und AKH Wien. Die enge organisatorische Verbindung von klinischer Versorgung und Forschung erm&amp;ouml;glicht es, offene medizinische Fragen direkt in wissenschaftliche Projekte zu &amp;uuml;berf&amp;uuml;hren. Entsprechend hoch ist die wissenschaftliche Aktivit&amp;auml;t: 150 Publikationen widmeten sich im Vorjahr seltenen Erkrankungen. &amp;bdquo;Seltene Erkrankungen stellen Patient*innen, &amp;Auml;rzt*innen und Forscher*innen vor besondere Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, medizinische Versorgung, Forschung und interdisziplin&amp;auml;re Expertise eng zu verkn&amp;uuml;pfen. Nur so k&amp;ouml;nnen wir Diagnosen fr&amp;uuml;her stellen und neue Therapieoptionen anwenden und mitentwickeln&amp;ldquo;, sagt Susanne Greber-Platzer, Leiterin des CCRUD und der Universit&amp;auml;tsklinik f&amp;uuml;r Kinder- und Jugendheilkunde von MedUni Wien und AKH Wien. Seltene Erkrankungen sind in 75 Prozent angeboren und betreffen somit &amp;uuml;berwiegend Kinder, womit die P&amp;auml;diatrie besonders viele der Patient*innen betreut.Aktuelle Studien zu Seltenen Erkrankungen J&amp;uuml;ngst publizierte Studien veranschaulichen diesen translationalen Forschungsansatz an der MedUni Wien: So konnten Forscher*innen der MedUni Wien erst k&amp;uuml;rzlich nachweisen, dass junge Menschen mit der seltenen Atemwegserkrankung Prim&amp;auml;re Ziliendyskinesie trotz unauff&amp;auml;lliger Standarduntersuchungen Ver&amp;auml;nderungen der Knochenstruktur aufweisen. Diese Ergebnisse liefern wichtige neue Hinweise f&amp;uuml;r ein umfassenderes Verst&amp;auml;ndnis der Erkrankung und k&amp;ouml;nnen langfristig Einfluss auf Vorsorge- und Monitoringstrategien haben. Auch im Bereich der kardialen Amyloidose, einer seltenen und h&amp;auml;ufig sp&amp;auml;t diagnostizierten Erkrankung des Herzmuskels, tr&amp;auml;gt die Forschung der MedUni Wien zu neuen Erkenntnissen bei. Mithilfe hochaufl&amp;ouml;sender Herz-MRT-Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass kleinste Ver&amp;auml;nderungen im Herzgewebe den Krankheitsverlauf zuverl&amp;auml;ssiger vorhersagen als viele klassische klinische Parameter. Diese Erkenntnisse sind hochrelevant f&amp;uuml;r Therapieentscheidungen und f&amp;uuml;r das &amp;Uuml;berleben der Betroffenen. Weitere Forschungsarbeiten befassen sich etwa mit seltenen Knochenerkrankungen sowie mit hochaufl&amp;ouml;sender Bildgebung bei klassischer Galaktos&amp;auml;mie, einer angeborenen Stoffwechselst&amp;ouml;rung, bei der trotz lebenslanger Di&amp;auml;t anhaltende neurologische Ver&amp;auml;nderungen auftreten k&amp;ouml;nnen. Aktuelle Studien der MedUni Wien liefern zudem Hinweise auf erste vielversprechende Therapieans&amp;auml;tze beim Alstr&amp;ouml;m-Syndrom, einer extrem seltenen genetischen Multisystemerkrankung. Auch diagnostische Fragestellungen, etwa bei der genetisch bedingten Stoffwechselerkrankung Morbus Pompe, k&amp;ouml;nnen durch interdisziplin&amp;auml;re und genetische Ans&amp;auml;tze zunehmend besser gel&amp;ouml;st werden.Gemeinsam mit Pro Rare Austria f&amp;uuml;r mehr Vernetzung Die MedUni Wien und das Universit&amp;auml;tsklinikum AKH Wien unterst&amp;uuml;tzen die Ziele des Nationalen Aktionsplans f&amp;uuml;r seltene Erkrankungen, der eine bessere Koordination, Versorgung und Vernetzung f&amp;uuml;r Betroffene vorsieht. Ein zentraler Partner dabei ist Pro Rare Austria, der bundesweit t&amp;auml;tige Dachverband f&amp;uuml;r Patient*innenorganisationen und Selbsthilfegruppen im Bereich der seltenen Erkrankungen. Pro Rare Austria vertritt die Anliegen von rund 450.000 Betroffenen in &amp;Ouml;sterreich und macht auf strukturelle Herausforderungen aufmerksam, etwa die fehlende Koordination zwischen medizinischen Disziplinen. Ziel ist es, Versorgung, Vernetzung und Sichtbarkeit seltener Erkrankungen nachhaltig zu verbessern.</description>
<pubDate>Thu, 26 Feb 2026 16:39:00 GMT</pubDate>
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<title>AKH Wien und MedUni Wien auf Platz 20 im Ranking der World's Best Hospitals 2026</title>
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<description>Das Universit&amp;auml;tsklinikum AKH Wien und die gemeinsam mit der Medizinischen Universit&amp;auml;t Wien betriebenen Universit&amp;auml;tskliniken erreichen im Ranking &amp;bdquo;World&amp;rsquo;s Best Hospitals 2026&amp;ldquo; Platz 20 und verbessern sich damit im globalen Vergleich um 7 Pl&amp;auml;tze. Das Ranking wird im Auftrag des US-Nachrichtenmagazins Newsweek in Zusammenarbeit mit dem Datenanbieter Statista erstellt. Im Vergleich zum Vorjahr (Platz 27) r&amp;uuml;ckt das Universit&amp;auml;tsklinikum AKH Wien/MedUni Wien um sieben Pl&amp;auml;tze nach vorne und z&amp;auml;hlt damit zur internationalen Spitzengruppe der im Ranking gelisteten Krankenh&amp;auml;user. Das Ergebnis unterstreicht die enge Verzahnung von Patient*innenversorgung, Forschung und Lehre am Universit&amp;auml;tsstandort Wien. &amp;bdquo;Unser Universit&amp;auml;tsklinikum AKH Wien wurde im heute ver&amp;ouml;ffentlichten Newsweek-Ranking 2026 als 20. bestes Krankenhaus der Welt ausgezeichnet&amp;ldquo;, sagt Markus M&amp;uuml;ller, Rektor der MedUni Wien, &amp;bdquo;dies ist eine gro&amp;szlig;artige Anerkennung f&amp;uuml;r die t&amp;auml;glichen Leistungen unserer &amp;Auml;rzt*innen und Mitarbeiter*innen zum Wohle unserer Patient*innen und zum Fortschritt unseres Landes und eine Best&amp;auml;tigung unserer Strategie des letzten Jahrzehnts.&amp;ldquo; &amp;bdquo;Mit dieser bisher besten Platzierung im Newsweek-Ranking sind die au&amp;szlig;erordentlichen Leistungen des AKH Wien auch international sichtbar und die Mitarbeiter*innen aller in unserem Haus t&amp;auml;tigen Berufsgruppen erhalten damit die Wertsch&amp;auml;tzung, die sie f&amp;uuml;r ihre t&amp;auml;gliche Arbeit mit unseren Patient*innen verdienen&amp;ldquo;, freut sich Herwig Wetzlinger, Direktor der Teilunternehmung des AKH Wien.Patient*innenversorgung, Forschung und Lehre unter einem Dach An den Universit&amp;auml;tskliniken der MedUni Wien und des AKH Wien sind Patient*innenversorgung, Forschung und Lehre eng miteinander verkn&amp;uuml;pft. Die 29 Universit&amp;auml;tskliniken mit insgesamt nahezu 400 Ambulanzen werden gemeinsam von AKH Wien und Medizinischer Universit&amp;auml;t Wien gef&amp;uuml;hrt. J&amp;auml;hrlich werden rund 65.000 Patient*innen station&amp;auml;r versorgt, w&amp;auml;hrend die Ambulanzen und Spezialambulanzen etwa 1,2 Millionen Mal frequentiert werden. Gemeinsam mit den &amp;Auml;rzt*innen der Medizinischen Universit&amp;auml;t Wien sorgen rund 3.000 Pflegekr&amp;auml;fte, &amp;uuml;ber 1.000 Fachkr&amp;auml;fte aus medizinischen, therapeutischen und diagnostischen Gesundheitsberufen sowie viele weitere Mitarbeitende aus verschiedenen Berufsgruppen des AKH Wien, das Teil des Wiener Gesundheitsverbundes ist, f&amp;uuml;r eine umfassende Betreuung.Zum Ranking Das Ranking &amp;bdquo;World&amp;rsquo;s Best Hospitals&amp;ldquo; wird im Auftrag von Newsweek in Zusammenarbeit mit Statista erstellt. Es basiert auf verschiedenen Datenquellen, darunter nationale medizinische Qualit&amp;auml;tsindikatoren, eine internationale Online-Befragung medizinischen Fachpersonals sowie Ergebnisse von Patient*innenbefragungen. Zus&amp;auml;tzlich k&amp;ouml;nnen Kliniken Angaben zum Implementierungsstatus von PROMs (Patient Reported Outcome Measures) einreichen. PROMs sind standardisierte, validierte Frageb&amp;ouml;gen, die von Patient*innen ausgef&amp;uuml;llt werden, um ihre eigene Wahrnehmung von Wohlbefinden und Lebensqualit&amp;auml;t zu messen.</description>
<pubDate>Wed, 25 Feb 2026 16:22:00 GMT</pubDate>
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<title>Neuer KI-Ansatz ermöglicht Diagnose und Monitoring von Hirntumoren</title>
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<description>Ein internationales Forschungsteam unter maßgeblicher Beteiligung der Medizinischen Universität Wien hat ein neues KI-basiertes Analyseverfahren entwickelt, das Hirntumoren mit Hilfe von genetischem Material aus dem Gehirnwasser (Liquor) präzise klassifizieren und den Krankheitsverlauf überwachen kann. Die Methode könnte künftig eine frühere Diagnose bereits vor einer Operation ermöglichen, invasive Eingriffe reduzieren und die Überwachung des Therapieerfolges verbessern. Die Ergebnisse wurden aktuell im Topjournal Nature Cancer veröffentlicht.

In der nun veröffentlichten Studie stellen die Forschenden das KI-Tool "M-PACT" (Methylation-based Predictive Algorithm for CNS Tumors) vor. Der Algorithmus analysiert zellfreie DNA aus Liquorproben. Dabei handelt es sich um kleinste Fragmente genetischen Materials, die von Zellen in das Gehirnwasser abgegeben werden. Diese frei im Liquor vorkommende Tumor-DNA trägt charakteristische molekulare Muster, anhand derer unterschiedliche Hirntumortypen zuverlässig zugeordnet werden können - selbst bei extrem geringen Mengen. Die Arbeit entstand in enger Zusammenarbeit zwischen der Medizinischen Universität Wien, dem St. Jude Children's Hospital (USA) und dem Hopp-Kindertumorzentrum (KiTZ) Heidelberg.

Präzise Tumorklassifikation ohne Tumorgewebe
Die Diagnose von Hirntumoren stützt sich bislang wesentlich auf Gewebeproben aus neurochirurgischen Eingriffen. Diese sind jedoch nicht immer möglich oder nur mit erhöhtem Risiko verbunden. Der nun entwickelte Ansatz nutzt stattdessen Liquor als Quelle für zellfreie Tumor-DNA. Mithilfe von M-PACT konnten Hirntumoren mit hoher Genauigkeit klassifiziert werden, auch wenn nur sehr geringe Mengen tumorassoziierter DNA vorlagen. Darüber hinaus ermöglicht das Verfahren, genetische Veränderungen und epigenetische Signaturen im Krankheitsverlauf zu verfolgen. Damit eröffnet sich erstmals die Perspektive, Therapieansprechen, Rückfälle oder sekundäre Tumoren nicht-invasiv zu überwachen.

Potenzial für frühere Diagnose und bessere Verlaufskontrolle
"Unser Ansatz zeigt, dass eine präzise molekulare Diagnostik bei einem Großteil von Hirntumoren auch ohne Tumorgewebe möglich ist", sagt Johannes Gojo, Kinderonkologe an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde von AKH Wien und MedUni Wien und einer der leitenden Autor*innen der Studie. Das könne insbesondere für Kinder mit schwer zugänglichen Tumoren oder in frühen Krankheitsstadien einen entscheidenden Unterschied machen. Gojo: "Langfristig eröffnet diese Technologie die Möglichkeit, Hirntumoren bereits vor einer Operation aus einer Liquorprobe zu diagnostizieren und den Krankheitsverlauf engmaschig und schonend zu überwachen."

Internationale Kooperation und klinische Perspektive
Die Studie basiert auf der Analyse von Liquorproben aus mehreren internationalen Zentren und zeigt eine hohe Übereinstimmung zwischen der KI-basierten Klassifikation und etablierten, gewebebasierten Referenzmethoden. Die Autor:innen betonen, dass weitere prospektive klinische Studien notwendig sind, um den Ansatz in die routinemäßige klinische Anwendung zu überführen.</description>
<pubDate>Fri, 20 Feb 2026 09:03:00 GMT</pubDate>
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<title>Mehr Lungenembolien bei höherem Feinstaub und Luftdruck</title>
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<description>Eine Analyse der Medizinischen Universität Wien weist darauf hin, dass kurzfristige Anstiege bei Feinstaub und Luftdruck mit mehr Diagnosen von Lungenembolien einhergehen, nicht aber mit schwereren Krankheitsverläufen. Die Ergebnisse wurden im Journal Research and Practice in Thrombosis and Haemostasis publiziert.

Ein Forschungsteam der Medizinischen Universität Wien untersuchte, ob kurzfristige Umweltbelastungen das Auftreten von Lungenembolien beeinflussen könnten. Die Lungenembolie zählt zu den potenziell lebensbedrohlichen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Neben etablierten Risikofaktoren wie Operationen, Immobilisation oder Krebserkrankungen wird seit einigen Jahren diskutiert, ob auch Luftverschmutzung und meteorologische Bedingungen das Risiko mitbestimmen könnten.

Umweltfaktoren als mögliche Trigger zusätzlich zu klassischen Risikofaktoren
In die Kohortenstudie wurden 969 Patientinnen und Patienten des Universitätsklinikum AKH Wien mit bestätigter akuter Lungenembolie aufgenommen. Analysiert wurden Kurzzeit-Expositionen in den Tagen vor der Diagnose. Die Umweltdaten zu Feinstaub PM2,5 und PM10, Luftdruck und Temperatur stammten aus Messnetzen von GeoSphere Austria sowie aus städtischen Messstationen der Stadt Wien.

Mehr Diagnosen bei höheren Feinstaubwerten und höherem Luftdruck
Die Auswertung zeigte eine Assoziation zwischen Umweltbelastung und der Häufigkeit von Lungenembolien. In Phasen mit höheren Feinstaubwerten sowie erhöhtem Luftdruck wurden mehr Lungenembolien diagnostiziert. Besonders ausgeprägt war dieser Zusammenhang bei Patientinnen und Patienten ohne erkennbare auslösende Risikofaktoren, also bei unprovozierter Lungenembolie, sowie bei ambulant diagnostizierten Fällen. Bei bereits stationär aufgenommenen Patientinnen und Patienten zeigten sich hingegen keine klaren Effekte.

Für die klinische Schwere der Lungenembolie fanden sich keine Zusammenhänge mit Feinstaub, Luftdruck oder Temperatur. Das spricht dafür, dass die untersuchten Umweltfaktoren eher mit dem Auftreten zusätzlicher Ereignisse in Verbindung stehen könnten, nicht aber mit einer Verschiebung hin zu schwereren Krankheitsbildern bei Diagnosestellung.

"Unsere Daten deuten darauf hin, dass kurzfristige Anstiege von Feinstaub und Luftdruck mit mehr Lungenembolien einhergehen, besonders bei Patientinnen und Patienten ohne klassische Risikofaktoren", sagt Erstautor Stephan Nopp von der Klinischen Abteilung für Hämatologie und Hämostaseologie der Universitätsklinik für Innere Medizin I von AKH Wien und MedUni Wien. "Das unterstreicht, dass Umweltbelastungen als potenzielle Auslöser mitgedacht werden sollten, auch wenn die beobachteten Effekte auf individueller Ebene gering sind."

Studienleiter Cihan Ay, Klinische Abteilung für Hämatologie und Hämostaseologie, betont: "Es handelt sich um eine beobachtende Einzelzentrumsstudie, aus der sich keine Ursache-Wirkungs-Beziehung ableiten lässt. Die Ergebnisse liefern jedoch einen weiteren Baustein, um die Rolle modifizierbarer Umweltfaktoren bei thromboembolischen Erkrankungen besser zu verstehen."

Das Team sieht weiteren Bedarf für multizentrische Studien in unterschiedlichen Klimaregionen sowie für Untersuchungen zu biologischen Mechanismen, etwa Entzündung, endotheliale Dysfunktion und prothrombotische Aktivierung, um die Befunde zu prüfen und besser einzuordnen.</description>
<pubDate>Wed, 18 Feb 2026 07:00:00 GMT</pubDate>
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<title>AKH Wien und MedUni Wien erfolgreich nach ISO 14001 und EMAS zertifiziert</title>
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<description>Das Universit&amp;auml;tsklinikum AKH Wien und die Medizinische Universit&amp;auml;t Wien haben ihr Umweltmanagementsystem erfolgreich nach ISO 14001 und EMAS III (Eco-Management and Audit Scheme) zertifizieren lassen. Nach einem Jahr intensiver Vorbereitung konnte dieses bedeutende Vorhaben nun erfolgreich abgeschlossen werden &amp;ndash; ein herausragender Erfolg und ein Beweis f&amp;uuml;r das gro&amp;szlig;e Engagement aller Beteiligten. Die Zertifizierung nach ISO 14001 und EMAS III best&amp;auml;tigt das gemeinsame Bestreben von AKH Wien und MedUni Wien, Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung konsequent in den Klinik- und Universit&amp;auml;tsalltag zu integrieren. Durch das strukturierte Umweltmanagementsystem wird die Umweltleistung laufend verbessert &amp;ndash; ein wichtiger Schritt, um zuk&amp;uuml;nftige Herausforderungen verantwortungsvoll zu meistern. &amp;bdquo;Dieses Ergebnis ist das Resultat einer gro&amp;szlig;artigen Teamleistung&amp;ldquo;, betont AKH-Direktor Herwig Wetzlinger. &amp;bdquo;Alle Mitarbeitenden haben mit gro&amp;szlig;em Engagement dazu beigetragen, dass wir nun als Vorreiter im Gesundheits- und Bildungsbereich gelten d&amp;uuml;rfen.&amp;ldquo; Auch MedUni-Vizerektor Oswald Wagner unterstreicht die Bedeutung dieses Erfolgs: &amp;bdquo;Mit der Zertifizierung setzen AKH Wien und MedUni Wien ein klares Zeichen f&amp;uuml;r gelebte Nachhaltigkeit und zeigen, dass Spitzenmedizin und Umweltschutz Hand in Hand gehen k&amp;ouml;nnen.&amp;ldquo;&amp;nbsp; Mit der erfolgreichen Zertifizierung positionieren sich das AKH Wien und die MedUni Wien als Vorbilder f&amp;uuml;r nachhaltiges Handeln im &amp;ouml;sterreichischen Gesundheitswesen &amp;ndash; und als Vorreiter f&amp;uuml;r eine verantwortungsbewusste Zukunft.</description>
<pubDate>Tue, 10 Feb 2026 11:00:00 GMT</pubDate>
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<title>Innovative Gentherapie für Patient*innen mit Hämophilie B erfolgreich am AKH Wien etabliert</title>
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<description>Der Wiener Gesundheitsverbund setzt konsequent auf modernste Therapien für Patient*innen mit seltenen Erkrankungen. Eine neue Gentherapie revolutioniert die Behandlung von Hämophilie B, einer Blutgerinnungsstörung mit starkem Blutungsrisiko. Mit einer einmaligen Gabe besteht die Möglichkeit, dass Patient*innen auf eine lebenslange Alternativtherapie verzichten können. Die bisherigen Erfahrungen am Universitätsklinikum AKH Wien sind äußerst positiv - behandelte Patient*innen hatten seit Gabe der Therapie bislang keine Blutungen mehr, zudem wird von einer deutlich verbesserten Lebensqualität berichtet.

"Der Wiener Gesundheitsverbund verfolgt das Ziel, Patient*innen mit seltenen Erkrankungen wie Hämophilie B, die bestmögliche Versorgung nach dem aktuellen medizinischen Stand zu ermöglichen. Dazu zählen der rasche Einsatz innovativer, evidenzbasierter Therapien, sofern diese einen belegbaren klinischen Zusatznutzen aufweisen und zu einer nachhaltigen Verbesserung der Lebensqualität der Patient*innen beitragen", so Michael Binder, Medizinischer Direktor im Wiener Gesundheitsverbund. 

Hämophilie B ist eine seltene, angeborene Blutgerinnungsstörung. Ein genetischer Defekt führt dazu, dass ein wichtiger Gerinnungsfaktor nur unzureichend gebildet wird, wodurch Blutungen nicht richtig gestoppt werden können. Je nach Schwere der Erkrankung können schwere, mitunter lebensbedrohliche Blutungen in Gelenken, Muskeln oder inneren Organen auftreten. Da das verantwortliche Gen auf dem X-Chromosom liegt, sind überwiegend Männer betroffen.

Bisher wurde Hämophilie B vor allem durch regelmäßige oder bedarfsweise Gabe des fehlenden Gerinnungsfaktors (Faktor-Substitutionstherapie) behandelt, um Blutungen zu verhindern oder zu stoppen. 2023 wurde in der Europäischen Union erstmals eine Gentherapie (Wirkstoff: etranacogene dezaparvovec) zur Behandlung der Hämophilie B zugelassen. Eine einmalige Anwendung kann die Blutgerinnung langfristig normalisieren und bietet damit erhebliche klinische Vorteile sowie eine nachhaltige Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen.

Erste Therapieerfolge im AKH Wien/MedUni Wien
Im Jahr 2024 wurde diese innovative Therapie österreichweit erstmals im Wiener Gesundheitsverbund am AKH Wien in einem spezialisierten Zentrum angeboten. Bisher wurden 3 Patient*innen behandelt, die allesamt nach rund einem Jahr ein sehr gutes Therapieansprechen zeigen. In allen Fällen konnte auf eine laufende Faktor-Substitutionstherapie verzichtet werden. Die Betroffenen berichteten über eine deutlich verbesserte Lebensqualität. Diese Erfahrungen decken sich mit aktuellen Studiendaten, wonach 93 Prozent der behandelten Patient*innen keine weitere Substitutionstherapie mehr benötigen.</description>
<pubDate>Tue, 10 Feb 2026 09:56:00 GMT</pubDate>
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<title>Die unsichtbaren Bande zwischen Spittelau und AKH Wien</title>
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<description>Das Universitätsklinikum AKH Wien und die Müllverbrennungsanlage Spittelau sind als markante Bauwerke in ganz Wien und darüber hinaus bekannt. Was viele nicht wissen: Der für eine Müllverbrennungsanlage untypisch zentrale Standort im neunten Bezirk hängt mit dem Standort des AKH Wien eng zusammen: Die beiden Gebäudekomplexe sind über unterirdische Leitungswege verbunden.

In der Müllverbrennungsanlage Spittelau wird mit dem Restmüll von Wiener Haushalten und Gewerben so viel Wärme erzeugt, wie 76.000 durchschnittliche Haushalte verbrauchen. Ein Teil der Fernwärme geht allerdings nicht an Haushalte, sondern ganzjährig an das AKH Wien. Möglich ist das über eine doppelt ausgelegte Fernwärmeleitung (vier Rohre, jeweils zwei Mal Vor- und Rücklauf) entlang des Wiener Gürtels. Durch diese fließt bis zu 150 Grad heißes Wasser mit hohem Druck zum AKH Wien. Hier gibt das Wasser die Wärmeenergie an die hauseigenen Systeme ab und fließt zurück zur Spittelau, wo es erneut aufgeheizt wird.

Krankenhäuser haben ganzjährig einen hohen Energiebedarf, sie brauchen rund um die Uhr verlässlich nicht nur Strom, sondern auch Wärme. Das AKH Wien ist eines der größten Krankenhäuser Europas, der Energieverbrauch entspricht etwa dem von Wiener Neustadt. Die unmittelbare Versorgung über das Fernwärmenetz gewährleistet dabei stabile Betriebsbedingungen auch in den kältesten Wintermonaten.

Bewährtes Gespann
Dass ein derart großer Verbraucher mit Fernwärme aus Müllverbrennung versorgt wird, hat mehrere Vorteile. Zum einen müssen Heizung und Warmwasser dafür nicht mit fossilen Energieträgern produziert werden. Auch ist die Müllverbrennung ganzjährig im Einsatz, sie braucht also auch ganzjährig Abnehmer. Während private Haushalte im Sommer von der Fernwärme zumeist nur Warmwasser beziehen, brauchen Krankenhäuser auch Wärme. Die Emissionen sind dabei dank mehrstufiger Anlagen zur Rauchgasreinigung sehr gering.</description>
<pubDate>Fri, 06 Feb 2026 07:00:00 GMT</pubDate>
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<title>Krebs-Vorsorgetag: Krebs betrifft immer mehr Jüngere</title>
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<description>Weltweit nehmen Krebserkrankungen bei jungen Erwachsenen zu. Betroffen sind sie vor allem von Darm-, Brust-, Magen-, Bauchspeicheldrüsen- und Leberkrebs. Laut WHO könnten 30 bis 50 Prozent aller Krebserkrankungen durch Lebensstilmaßnahmen, Impfungen oder Umweltfaktoren verhindert werden. Mehr über das Krebsrisiko bei GenX und Millennials und über Krebsprävention und Früherkennung am Programm des Krebs-Vorsorgetages des Comprehensive Cancer Centers (CCC) von AKH Wien und MedUni Wien. Erstmals sind junge Menschen und Eltern besonders eingeladen, ebenso wird wieder die HPV Impfung vor Ort angeboten. 

Der 31. Jänner 2026 steht ganz im Zeichen der Krebsvorsorge. Das CCC von AKH Wien und MedUni Wien lädt alle Interessierten von 10 Uhr bis 13 Uhr in den Van Swieten Saal (1090 Wien, Van Swieten Gasse 1a) ein, sich bei Vorträgen und persönlichen Gesprächen mit führenden Expert:innen über das persönliche Risiko und das Thema "Krebsvorsorge" zu informieren. Für alle, die nicht vor Ort dabei sein können, gibt es einen Livestream. "Veranstaltungen wie der Krebs-Vorsorgetag sind von großer Bedeutung, denn so haben wir die Möglichkeit Aufklärungsarbeit zu betreiben und können möglicherweise mithelfen die eine oder andere Erkrankung frühzeitig zu erkennen oder sogar zu verhindern", so Gabriela Kornek, Ärztliche Direktorin des AKH Wien, Leitungsteam CCC Cancer School, und Shahrokh Shariat, Leiter des CCC Vienna, unisono.

Früh erkrankt, schwer betroffen: Krebsrisiken bei GenX und Millennials 
Weltweit zeigen Zahlen zu Krebserkrankungen, dass immer öfter Menschen der Generation X und die Millennials betroffen sind. "Zu den Hauptrisiken zählen eine Ernährung mit vielen ultra-verarbeiteten Lebensmitteln, der frühe Einsatz von Antibiotika, Übergewicht, Bewegungsmangel, Alkohol und möglicherweise endokrine Disruptoren und andere Chemikalien", so Eva Schernhammer, Leiterin der Abteilung für Epidemiologie, Zentrum für Public Health, MedUni Wien, in ihrer Keynote. Dieser Trend bestätigt sich auch in Österreich: In den Jahren 1996 bis 2020 traten insgesamt mehr als 56.000 Krankheitsfälle bei jungen Erwachsenen auf. Brustkrebs (47,3 %), Darmkrebs (12,8 %) und Lungenkrebs (11,3 %) sind dabei führend. Für Eva Schernhammer sind umfangreiche Präventionsmaßnahmen notwendig, um die zukünftige Belastung zu verringern. "Für einige Krebsarten - insbesondere für Darmkrebs - wurden aufgrund der steigenden Zahlen bereits Leitlinien geändert und frühere Vorsorgeuntersuchungen vorgeschlagen und auch umgesetzt", so Schernhammer und ergänzt: "Es besteht dringender Forschungsbedarf hinsichtlich der Expositionen in jungen Jahren und der Wechselwirkungen verschiedener Faktoren im Laufe des Lebens."

Frühere Erkrankung bei genetischer Disposition bei Brustkrebs 
Beim Krebs-Vorsorgetag bringen Expert:innen bei Panel-Diskussionen ihre Perspektiven, Erkenntnisse und Erfahrungen zu Themen wie "Krebs bei Kindern und Jugendlichen" und "Was Eltern wissen sollten", ein. Ein Fokus wird zudem beim Thema "Genetik als Risikofaktor" liegen. Frauen mit erblichem Risiko bei Brustkrebs erkranken im Schnitt etwa 20 Jahre früher an Brustkrebs. Christian Singer, Leiter des Brustkrebszentrums am CCC informiert über familiäre Disposition. "Etwas mehr als 10 % aller Brustkrebserkrankungen treten familiär gehäuft auf. In wiederum etwa der Hälfte davon - rund 5-7 % aller Brustkrebserkrankungen - sind Mutationen in einem der beiden Brustkrebsgene BRCA-1 und BRCA-2 ("BReast CAncer"-Gene) ursächlich für die Erkrankung verantwortlich", so Singer. Er empfiehlt als wesentlichen ersten Vorsorgeschritt bei familiärer Vorbelastung das genetische Beratungsgespräch durch entsprechend geschulte Fachärzt:innen für Gynäkologie und Geburtshilfe. Ist eine genetische Testung angebracht, können heute bis zu 18 verschiedene Krebsgene erkannt werden.

Mit Künstlicher Intelligenz (KI) zur transparenten Entscheidungsfindung 
Wie sehr Künstliche Intelligenz in der Krebsmedizin an Bedeutung gewinnt, darüber informiert beim Krebs-Vorsorgetag David S. Fischer, Assistant Professor am Institute of Artificial Intelligence &amp; Comprehensive Center for AI in Medicine, MedUni Wien. "Moderne Krebsdiagnostik nutzt zunehmend komplexe Daten - bildgebende Verfahren, molekulare Profile und genetische Informationen. Diese Datenmenge übersteigt bei weitem die Interpretationskapazität von Menschen. Hier zeigt sich die Stärke der KI, die eine wesentliche Unterstützung bei der transparenten Entscheidungsfindung ist", so Fischer. In einer weiteren Panel-Diskussion werden die Themen "Machen Essen und Umgebung Krebs?" und "Aktiv gegen Krebs" erläutert.

HNO-Tumoren und HPV - was hat das miteinander zu tun? 
HPV (Humanes Papillomavirus) ist ein sehr häufiges Virus, das meist durch sexuellen Kontakt im jungen Erwachsenenalter übertragen wird. Bestimmte HPV-Typen (vor allem HPV16) können Jahre später Krebs verursachen. Im HNO-Bereich betrifft das vor allem Tumore des Rachenraums (z. B. Mandeln). Diese HPV-bedingten Tumoren nehmen seit Jahren deutlich zu und unterscheiden sich von Tumoren, die durch Rauchen oder Alkohol entstehen. Sie sprechen oft besser auf die Behandlung an. In vielen westlichen Ländern werden heute über die Hälfte der Rachentumoren durch HPV verursacht. Junge erwerben oft die Infektionen und erkranken später im mittleren Alter an Krebs, auch Menschen, die nie geraucht haben. Männer sind insgesamt häufiger betroffen als Frauen. "Die HPV-Impfung schützt sehr wirksam vor den wichtigsten krebsauslösenden HPV-Typen, auch vor denen, die Rachentumoren verursachen. Sie wirkt am besten vor dem ersten sexuellen Kontakt, wird aber für alle jungen Menschen empfohlen, besonders auch für Buben und Männer. Leider sind die Impfquoten hier noch zu niedrig, obwohl viele dieser Tumoren vermeidbar wären", so Isabella Stanisz, Fachärztin an der Universitätsklinik für HNO, MedUni Wien, die einen Vortrag über HPV und HNO halten wird.

Mikro- und Nanoplastik und Krebs: Neue Erkenntnisse durch innovative Nachweismethoden 
Mikro- und Nanoplastikpartikel (MNPs) sind mittlerweile allgegenwärtig und gelangen über Nahrung, Wasser und Luft in den menschlichen Körper. In den letzten Jahren konnte das Forschungsteam um Lukas Kenner zeigen, dass diese Partikel nicht nur in menschlichen Geweben nachweisbar sind, sondern auch biologisch relevante Effekte entfalten können. Ein entscheidender Fortschritt für die Krebs- und Umweltmedizin ist die Entwicklung neuer analytischer Methoden. Dadurch können Kunststoffpartikel direkt im Kontext von Entzündung, Gewebeschädigung und Tumorveränderungen analysiert werden - ohne Verlust der histologischen Struktur. "Diese Kombination aus innovativer Analytik und funktionellen biologischen Modellen eröffnet neue Möglichkeiten, den Einfluss von Mikro- und Nanoplastik auf die Krebsentstehung und -verlauf systematisch zu untersuchen", so Lukas Kenner, Klinisches Institut für Pathologie der MedUni Wien und des AKH Wien, der am Vorsorgetag über Mikroplastik und Krebs informieren wird.

HPV-Nachholimpfung: Erfolgreiches Angebot für 21- bis 30-Jährige noch bis Ende Juni 2026 möglich 
"Die HPV-Impfung gibt es im Rahmen des kostenlosen Kinderimpfprogramms eigentlich nur für junge Menschen bis zum vollendeten 21. Lebensjahr. Wer der Altersfrist versäumte, musste die Impfung selbst bezahlen, was bis zu mehreren hundert Euro kostet. Von Juli 2024 bis 31. Dezember 2025 wurde daher eine Nachholimpfung für Personen vom vollendeten 21. bis zum vollendeten 30. Lebensjahr eingeführt. Diese Frist wird nun für all jene verlängert, die ihre kostenlose Erstimpfung bereits haben; für sie ist die Zweitimpfung bis 30.06.2026 kostenlos. Wir als ÖGK sehen es als unsere Aufgabe, diese Entwicklungen aktiv mitzugestalten - im Sinne einer Versorgung, die nah an den Menschen ist und auch in Zukunft trägt", betont Andreas Krauter, Chefarzt der Österreichischen Gesundheitskasse.

Vorsorge aktiv nutzen 
Beim Krebs-Vorsorgetag geht es nicht nur um Aufklärung und Informationen, sondern auch um ein aktives Vorsorgeangebot: Im Health Mobil der Österreichischen Gesellschaft vom Goldenen Kreuze gibt es für alle im Alter von 21 bis 29, die bis 31. 12. 2025 eine HPV-Impfung erhalten haben, die kostenlose zweite Impfung. Dazu ist das Health Mobil der Österreichischen Gesellschaft vom Goldenen Kreuz vor Ort. Interessierte können sich in diesem fahrenden Gesundheitszentrum kostenlos und ohne Anmeldung von Ärzt:innen beraten und auch gleich impfen lassen. Weitere Infos und Termine der Health Mobil-Tour finden sich unter www.oeggk.at/health-mobil.</description>
<pubDate>Mon, 19 Jan 2026 09:08:00 GMT</pubDate>
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<title>Neue Virtual-Reality-Schulung für Pfleger*innen</title>
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<description>Das Universitätsklinikum AKH Wien arbeitet laufend daran, Fortbildungen zu optimieren und neue Technologien einfließen zu lassen. Für den Pflegebereich gibt es nun die Möglichkeit, Virtual Reality (VR) für eine Schulung zum Thema Delir zu nutzen. Delir bezeichnet eine vorübergehende akute Bewusstseinsstörung bzw. eine akute Verwirrtheit, die mit körperlichen Symptomen einhergehen kann.

Interaktives TrainingDie Direktion des Pflegedienstes des AKH Wien arbeitet seit 2015 intensiv zum Thema Delir und hat bereits vielseitige Maßnahmen zur Prävention und Bewusstseinsbildung eingeführt. Dazu zählt nun auch die neue VR-Schulung. "Damit können Pfleger*innen interaktiv trainieren, wie sie Patient*innen mit unterschiedlich stark ausgeprägtem Delir unterstützen können, bzw. wie man einem Delir bestmöglich vorbeugen kann", freut sich Irene Ausserlechner, Direktorin des Pflegedienstes.  
Darüber hinaus können die Schulungsteilnehmer*innen ein Delir selbst "erleben". In einem der Szenarien liegen die Anwender*innen nach einer Operation in einem Krankenbett und kommen langsam zu Bewusstsein: Dichte Nebelschwaden ziehen durch das Patient*innenzimmer. Bedrohliche Geräusche dringen durch die Wände und höhnisches Gelächter und Tiergeschrei ist zu hören. Dunkle Schatten lösen sich von der Zimmerdecke und kommen langsam auf das Krankenbett zu. So oder so ähnlich können Patient*innen ein Delir wahrnehmen. Die VR-Schulung macht das fühlbar und sensibilisiert für die Bedürfnisse und Probleme von betroffenen Patient*innen.  
Diese Delir-Schulungen mit VR-Brille kommen erstmalig im deutschsprachigen Raum zur Anwendung. "Ich bin begeistert von der Innovationskraft und dem hohen Engagement der Mitarbeiter*innen und überzeugt davon, dass wir mit den modernen Technologien auch bei den Auszubildenden und künftigen Pfleger*innen punkten können", so Gesundheitsstadtrat Peter Hacker. 
Projekt des Innovationsmanagements Die VR-Schulung zum Thema Delir wurde im Rahmen des gemeinsamen Innovationsmanagements von AKH Wien und VKMB entwickelt. Sie wird sukzessive in die Pflegefortbildungen am AKH Wien integriert. Interessierte Mitarbeiter*innen können aber auch individuell eine VR-Brille inkl. Schulung entlehnen und bekommen dafür zwei Unterrichtseinheiten in ihren Bildungspass eingetragen. Die Schulung wurde für Pfleger*innen entwickelt, grundsätzlich steht eine Entlehnung allen Mitarbeiter*innen des AKH Wien offen. </description>
<pubDate>Thu, 08 Jan 2026 13:48:00 GMT</pubDate>
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<title>Erstes robotisch-assistiertes Nierentransplantationsprogramm Österreichs erfolgreich etabliert</title>
<link>https://www.akhwien.at/default.aspx?pid=99&amp;mid=18300&amp;rid=9997&amp;from=rss</link>
<description>Am Universitätsklinikum AKH Wien und der Medizinischen Universität Wien wurde an der Klinischen Abteilung für Transplantation der Universitätsklinik für Allgemeinchirurgie unter der Leitung von Jakob Eichelter und Georg Györi erstmals in Österreich ein Roboter-assistiertes Nierentransplantationsprogramm erfolgreich implementiert. 

Seit Programmstart im Dezember 2024 wurden unter Verwendung des hochmodernen OP-Robotersystems DaVinci Xi bereits 20 Nieren erfolgreich minimalinvasiv transplantiert. Die 20. robotisch-assistierte Nierentransplantation wurde kürzlich bei einem 57-jährigen Niederösterreicher durchgeführt. Die Ergebnisse entsprechen den vielversprechenden internationalen Erfahrungen und setzen neue Maßstäbe in der minimalinvasiven Transplantationschirurgie.

Eine Besonderheit des Wiener Programms ist, dass sowohl die Entnahme der Nieren bei den Lebendspender*innen als auch die Transplantation bei den Empfänger*innen vollständig Roboter-assistiert durchgeführt werden. Dieser integrierte Ansatz macht das Wiener Zentrum im österreichischen Kontext einzigartig.

Kürzere Aufenthaltsdauer und Minimierung von Komplikationen
Die bisherigen Resultate zeigen eine außergewöhnlich hohe Sicherheit und Qualität: Die Operationen konnten ohne Komplikationen durchgeführt werden, der postoperative Verlauf zeigte wesentlich geringere Komplikationsraten als bei offenen Operationen. 

"Unsere bisherigen Ergebnisse bestätigen eindrucksvoll, dass robotisch-assistierte Nierentransplantationen wesentliche Vorteile durch den minimal-invasiven Zugang bringen, bei gleichzeitig vergleichbar hohem Qualitätsniveau was die Organqualität betrifft.", sagt Jakob Eichelter.

Besonders ausgeprägt sind diese Vorteile bei Patient:innen mit Adipositas, die besonders von kleineren Schnitten, weniger postoperativen Komplikationen und kürzeren Krankenhausaufenthalten profitieren.

"Die Möglichkeit, die Operation mit kleinen Schnitten durchzuführen, kann neue Möglichkeiten auch für Patient*innen eröffnen, die bisher für eine Nierentransplantation abgelehnt werden mussten." erläutert Georg Györi, interim. Leiter der Klinischen Abteilung für Transplantation. 

Optimale interdisziplinäre und interprofessionelle Zusammenarbeit
Der Erfolg des Programmes beruht auf einer engen Kooperation zwischen Chirurgie und Nephrologie, Rainer Oberbauer und Georg Böhmig. Die Umsetzung im OP wurde vom gesamten Team der OP-Pflege in der OP-Gruppe V des AKH Wien um Pflege-Stationsleitung Natalie Libera herausragend unterstützt. 

"Wir stehen am Beginn einer neuen Ära der Transplantationschirurgie. Robotische Operationen werden mittelfristig neue Standards definieren - und wir sind stolz, diese Entwicklung in Österreich mitzugestalten", betont Eichelter.</description>
<pubDate>Tue, 30 Dec 2025 08:00:00 GMT</pubDate>
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<title>Schwangerschaftsdiabetes: Kontinuierliche Glukosemessung senkt Risiko für zu hohes Geburtsgewicht</title>
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<description>Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Medizinischen Universit&amp;auml;t Wien hat gezeigt, dass kontinuierliches Glukosemonitoring (CGM) bei Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes das Risiko f&amp;uuml;r ein Neugeborenes mit &amp;uuml;berdurchschnittlichem Geburtsgewicht senken kann. Damit belegt die im Topjournal &amp;bdquo;The Lancet Diabetes &amp; Endocrinology&amp;ldquo; publizierte Studie erstmals die Vorteile der digitalen Methode gegen&amp;uuml;ber der herk&amp;ouml;mmlichen Blutzuckerselbstmessung mittels Fingerstich und er&amp;ouml;ffnet neue Perspektiven f&amp;uuml;r eine gezielte Betreuung von Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes. In die Studie eingeschlossen wurden 375 Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes an vier universit&amp;auml;ren Zentren: dem Universit&amp;auml;tsklinikum AKH Wien, der Charit&amp;eacute; &amp;ndash; Universit&amp;auml;tsmedizin Berlin, dem Universit&amp;auml;tsklinikum Jena und dem Universit&amp;auml;tsspital Basel. Die Teilnehmerinnen wurden nach dem Zufallsprinzip entweder der Studiengruppe mit kontinuierlicher Echtzeit-Glukosemessung (real-time Continuous Glucose Monitoring, rt-CGM) oder der Gruppe mit punktueller Blutzuckerselbstmessung per Fingerstich (Self-Monitoring of Blood Glucose, SMBG) zugeteilt und bis zur Entbindung mit leitlinienkonformen Behandlungsstandards betreut. Schwangerschaftsdiabetes kann zu einem &amp;uuml;berm&amp;auml;&amp;szlig;igen Wachstum des Kindes f&amp;uuml;hren, was zu Geburtsproblemen, aber auch zu einer fr&amp;uuml;hkindlichen Pr&amp;auml;disposition f&amp;uuml;r &amp;Uuml;bergewicht und Stoffwechselerkrankungen beitragen kann. Durch eine fr&amp;uuml;hzeitige Diagnose und konsequente Therapie kann dieses Risiko deutlich gesenkt werden. Die Auswertung der Geburtsdaten im Rahmen der Studie zeigt hier einen klaren Vorteil der kontinuierlichen Glukosemessung: Nur vier Prozent der Frauen in der rt-CGM-Gruppe brachten ein &amp;uuml;berdurchschnittlich schweres Kind (LGA = Large for Gestational Age) zur Welt, w&amp;auml;hrend es in der Kontrollgruppe zehn Prozent waren. Dar&amp;uuml;ber hinaus lagen die durchschnittlichen Geburtsgewichtsperzentilen in der rt-CGM-Gruppe niedriger, was darauf hinweist, dass die Kinder dieser Frauen seltener &amp;uuml;berm&amp;auml;&amp;szlig;ig wuchsen und h&amp;auml;ufiger im normalen, erwarteten Gr&amp;ouml;&amp;szlig;enbereich lagen.Zuckerwerte jederzeit abrufbar &amp;bdquo;Die kontinuierliche Glukosemessung &amp;uuml;ber einen unter der Haut sitzenden Sensor erm&amp;ouml;glicht es den Patientinnen, ihre Zuckerwerte jederzeit abzurufen. Dadurch k&amp;ouml;nnen Lebensstil oder Insulintherapie gezielt angepasst werden, was den Schwangerschaftsverlauf positiv beeinflussen kann&amp;ldquo;, erkl&amp;auml;rt Studienleiter Christian G&amp;ouml;bl (Universit&amp;auml;tsklinik f&amp;uuml;r Frauenheilkunde, MedUni Wien/AKH Wien). Auff&amp;auml;llig war jedoch, dass in beiden Studiengruppen mehr Neugeborene mit unterdurchschnittlichem Geburtsgewicht (Small for Gestational Age, SGA) zu verzeichnen waren. Das k&amp;ouml;nnte darauf hinweisen, dass ein sehr strenges Zuckermanagement m&amp;ouml;glicherweise auch das Risiko f&amp;uuml;r zu geringes fetales Wachstum beeinflussen k&amp;ouml;nnte &amp;ndash; und bedarf weiterer Untersuchungen, so die Forschenden. &amp;bdquo;Unsere Ergebnisse sprechen jedenfalls daf&amp;uuml;r, dass Echtzeit-Glukosemesssysteme die Schwangerschaftsbetreuung verbessern k&amp;ouml;nnen &amp;ndash; insbesondere bei Frauen, die von einer intensiveren Therapie profitieren&amp;ldquo;, betont Erstautorin Tina Linder (Universit&amp;auml;tsklinik f&amp;uuml;r Frauenheilkunde, MedUni Wien/AKH Wien). &amp;bdquo;Gleichzeitig m&amp;uuml;ssen die optimalen Blutzucker-Zielwerte noch genau definiert werden, um sowohl ein &amp;Uuml;berwachstum als auch ein Unterwachstum des F&amp;ouml;tus zu vermeiden.&amp;ldquo;</description>
<pubDate>Thu, 04 Dec 2025 13:23:00 GMT</pubDate>
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<title>HPV-Impfung schützt Frauen nach Behandlung einer Krebsvorstufe</title>
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<description>Nachdem Wissenschafter*innen des Comprehensive Cancer Center der Medizinischen Universit&amp;auml;t Wien und des Universit&amp;auml;tsklinikums AKH Wien bereits 2012 den Nutzen der 4-fach-HPV-Impfung bei Frauen nach operativer Behandlung einer Krebsvorstufe am Geb&amp;auml;rmutterhals nachgewiesen haben, konnte dies nun mit dem 9-fach Impfstoff gezeigt werden. Die aktuelle Analyse internationaler HPV-Impfstudien zeigt, dass eine vor dem Eingriff durchgef&amp;uuml;hrte 9-fach-HPV-Impfung das Risiko f&amp;uuml;r erneute Zellver&amp;auml;nderungen an Geb&amp;auml;rmutterhals, Vagina und Vulva deutlich senken kann. Die Studie ist im Fachmagazin &amp;bdquo;Obstetrics &amp; Gynecology&amp;ldquo; erschienen.&amp;nbsp; Die Vorstufe von Geb&amp;auml;rmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) wird durch hochgradige, abnorme Ver&amp;auml;nderungen der Zellen des Plattenepithels am Geb&amp;auml;rmutterhals gebildet. Diese Ver&amp;auml;nderungen werden durch eine Infektion mit&amp;nbsp;Humanen Papillomviren (HPV) verursacht und k&amp;ouml;nnen sich unbehandelt zu einem Karzinom entwickeln. Um dieses Fortschreiten zu verhindern, gilt die Konisation als etablierte Therapie. Bei diesem chirurgischen Eingriff wird ein kegelf&amp;ouml;rmiges St&amp;uuml;ck Gewebe aus dem Geb&amp;auml;rmutterhals (Zervix) entfernt &amp;ndash; eine wirksame Methode, um ver&amp;auml;nderte Zellen (Dysplasie) zu entfernen und gleichzeitig das Gewebe genau zu untersuchen.Erh&amp;ouml;htes Risiko f&amp;uuml;r Folgeerkrankungen &amp;bdquo;Konisationen sind nicht nur mit einem erh&amp;ouml;hten Fr&amp;uuml;hgeburtsrisiko bei sp&amp;auml;teren Schwangerschaften verbunden, sondern die Patientinnen haben auch ein erh&amp;ouml;htes Risiko f&amp;uuml;r Folgeerkrankungen, einschlie&amp;szlig;lich mehrerer Krebsarten&amp;ldquo;, erkl&amp;auml;rt Studien-Erstautor Elmar Joura von der Universit&amp;auml;tsklinik f&amp;uuml;r Frauenheilkunde und dem Comprehensive Cancer Center von MedUni Wien und AKH Wien. Ziel der Studie war es, das Risiko einer Erkrankung von Geb&amp;auml;rmutterhals, Vagina und Vulva nach einer Konisation und vorangegangener 9-fach-HPV-Impfung zu bewerten. 1510 Frauen im Alter von 16 bis 26 Jahren wurden in die Post-hoc-Analyse der gro&amp;szlig;en Zulassungsstudie eingeschlossen und bis zu sechs Jahre nachbeobachtet.&amp;nbsp; Das Ergebnis: Bei jenen Studienteilnehmerinnen, die vor der Konisation mit dem 9-fach-Impfstoff geimpft worden waren, kam es deutlich seltener zu erneuten HPV-bedingten Zellver&amp;auml;nderungen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich nach der Operation erneut eine Krebsvorstufe bildet, war um bis zu 90 Prozent verringert. &amp;bdquo;In &amp;Ouml;sterreich ist die HPV-Impfung seit 2022 bei Konisation klinischer Standard, daher freuen wir uns besonders &amp;uuml;ber dieses Ergebnis&amp;ldquo;, so Elmar Joura.HP-Viren k&amp;ouml;nnen Krebs bei Frauen und M&amp;auml;nnern verursachen Mehr als 200 verschiedene Humane Papillomviren sind bisher bekannt. Manche Typen k&amp;ouml;nnen Genitalwarzen ausl&amp;ouml;sen oder bei langandauernder HPV-Infektion zu Geb&amp;auml;rmutterhals, Penis-, Anal- und Vulvakrebs sowie Krebs im Mund- und Rachenraum f&amp;uuml;hren. Die bis 2016 in &amp;Ouml;sterreich eingesetzte 4-fach-HPV-Impfung umfasst die HP-Viren 6, 11, 16 und 18, die 9-fach-Impfung zus&amp;auml;tzlich die HP-Viren 31, 33, 45, 52 und 58. In &amp;Ouml;sterreich kommt der 9-fach-Impfstoff seit 2016 zum Einsatz, wobei die Impfung bis zum 21. Lebensjahr im Rahmen des Nationalen Impfplans kostenlos erh&amp;auml;ltlich ist. Bis 30. Juni 2026 wird eine kostenlose Impfung auch f&amp;uuml;r bis zu 29-J&amp;auml;hrige angeboten, wenn der erste Stich bis 31. Dezember 2025 erfolgt ist.</description>
<pubDate>Wed, 03 Dec 2025 16:49:00 GMT</pubDate>
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