20.05.2026
Höchste Qualitätsstandards in der Transfusionsmedizin
Der Bereich Diagnostische Immunhämatologie und Transplantationsimmunologie der Universitätsklinik für Transfusionsmedizin und Zelltherapie von AKH Wien und MedUni Wien hat einen bedeutenden Qualitätserfolg erzielt: Die Akkreditierung Austria des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus hat die Universitätsklinik offiziell nach der internationalen Norm EN ISO 15189:2022 akkreditiert. Diese Norm gilt als einer der wichtigsten Qualitätsstandards für medizinische Labore weltweit. Sie bestätigt, dass Untersuchungen nach streng kontrollierten, standardisierten und wissenschaftlich geprüften Verfahren durchgeführt werden – mit dem Ziel, Patient*innen jederzeit verlässliche und nachvollziehbare Ergebnisse zu bieten.
Für Patient*innen und Zuweiser*innen bedeutet die Akkreditierung vor allem: Vertrauen in eine gleichbleibend hohe Qualität der Diagnostik. Die EN ISO 15189:2022 bewertet neben der technischen Genauigkeit von Laboranalysen auch die Qualifikation der Mitarbeiter*innen, die Qualität der Abläufe sowie die Sicherheit und Nachvollziehbarkeit sämtlicher Prozesse im Laboralltag. Damit wird sichergestellt, dass Ergebnisse international vergleichbar und nach höchsten Qualitätsstandards erstellt werden.
Der Bereich Diagnostische Immunhämatologie und Transplantationsimmunologie der Universitätsklinik für Transfusionsmedizin und Zelltherapie ist nach dem Klinischen Institut für Labormedizin der zweite Bereich des Universitätsklinikums AKH Wien, der die anspruchsvolle Akkreditierung erreicht hat. Die Klinik sorgt dafür, dass Patient*innen sichere Bluttransfusionen erhalten, unterstützt Organ- und Stammzelltransplantationen und entwickelt moderne Zelltherapien für schwere Erkrankungen. Sie verbindet dabei hochspezialisierte Labormedizin mit direkter Patient*innenversorgung.
Im Zuge der Akkreditierung wurde das Qualitätsmanagementsystem nachhaltig weiterentwickelt und gestärkt. Ein besonderer Erfolg für die Klinik ist die Akkreditierung von insgesamt 44 Verfahren in vier Laboren. Begleitet wurde der gesamte Prozess von einem engagierten interdisziplinären Team aus den Bereichen Qualitätsmanagement, Laborleiter*innen, Biomedizinische Analytik und Klinikleitung, dessen Einsatz und hohe fachliche Expertise für den erfolgreichen Abschluss des Akkreditierungsverfahrens entscheidend waren.
Für das Universitätsklinikum AKH Wien stellt die Akkreditierung einen objektiven Nachweis der vorhandenen Kompetenzen dar und ist bei der Umsetzung der europäischen IVDR Verordnung, die die Sicherheit und Qualität von In-vitro-Diagnostika regelt, wesentlich sein.



