Allgemeines Krankenhaus der Stadt Wien - Medizinischer Universitätscampus

03.05.2015

Die Welt braucht Hebammen mehr denn je

Internationaler Hebammentag

Der am 05.05.2015 stattfindende Internationale Tag der Hebammen steht unter dem Motto "Die Welt braucht Hebammen mehr denn je!". An diesem Tag möchten die Hebammen des AKH Wien auf ihren Berufsstand und den beruflichen Alltag aufmerksam machen.

Wie im österreichischen Hebammengesetz verankert, kommt jedes Neugeborene mit Hilfe einer Hebamme zur Welt. Die Hebammen arbeiten in ihrem Tätigkeitsbereich eigenverantwortlich, bei Regelwidrigkeiten muss eine Ärztin/ein Arzt beigezogen werden. Frauen, Paare und Familien werden während der Schwangerschaft, der Geburt und in den Monaten danach von den Hebammen begleitet und stellen für diese wichtige Zeit im Leben ihr Wissen und Können zur Verfügung.

Die Hebammenausbildung in Österreich hat sich in den letzten 30 Jahren von der Bundeshebammenlehranstalt (2 Jahre) über die Hebammenakademie (3 Jahre) in ein Bachelor-Studium (3 Jahre) an der Fachhochschule entwickelt. Anschließend an das Bachelor-Studium haben Hebammen die Möglichkeit, ein Master-Studium zu absolvieren.

Das Studium ist eine wissenschaftlich fundierte und klinisch-praktische Ausbildung, die auch auf die künftige Funktion der Hebamme in der vorbeugenden Gesundheitserziehung und -beratung vorbereitet. Was die Studierenden in der Theorie lernen, wenden sie in den Berufspraktika an. Neben dem medizinischen Interesse, sind für die Aufgaben in Ausbildung und Beruf auch ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen, Belastbarkeit und Koordinationstalent gefragt.

Die Hebammen im AKH Wien sind der Abteilung Hebammendienste der Ärztlichen Direktion zugeordnet. Sie arbeiten an der Klinischen Abteilung für Geburtshilfe und feto-maternale Medizin der Universitätsklinik für Frauenheilkunde, das sind unter anderem die Geburtsanmeldung, die Schwangerenambulanz (fetomaternale Ambulanz), die präpartale Abteilung und der Kreißsaal. Die Universitätsklinik für Frauenheilkunde ist das größte Perinatalzentrum Ostösterreichs und somit zentrale Anlaufstelle für Frauen mit Risikoschwangerschaften.

Besondere Merkmale der Hebammenarbeit am AKH Wien sind unter anderem die schriftlich definierte Hebammengeburtshilfe, die Hebammeninformationsgespräche und die Betreuung von Frauen in speziellen Situationen. Weiters gibt es auch interdisziplinäre Besprechungen, interdisziplinäre Notfalltrainings sowie Fort- und Weiterbildungen. Die medizinische Vielfalt sowie die Möglichkeit des wissenschaftlichen Arbeitens sind im AKH Wien besonders gegeben.

Frauen aus aller Welt

So verschieden der kulturelle Hintergrund der zu betreuenden Frauen ist, so verschieden ist dieser auch im Team der Hebammen des AKH Wien. Derzeit arbeiten 41 Hebammen aus 11 Ländern verteilt auf 38 Dienstposten. Die sprachliche Vielfalt ist groß, die Hebammen beherrschen 16 Sprachen. Jene Kolleginnen, die in ihrem nicht in der EU liegenden Geburtsland die Ausbildung absolviert haben, haben ihr Diplom in Österreich nostrifizieren lassen.

Auf ihre Patientinnen freut sich die jeweils zuständige Hebamme, Mami, Partera, Komadrona, Obstetriz, Porodna Asistentka, l´Ostetrica, akuserka, babica, Po³o¿na, Wayatatti (das Wort "Hebamme" auf Italienisch, Tagalog, Polnisch, Slowakisch, Serbokroatisch, Malayalam, Bulgarisch, Spanisch und Albanisch).

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